Abriss vom Hotel Rheintor in Rheinberg: 29 Wohnungen als Ersatz

Rheinberg: 29 Wohnungen als Ersatz für das Hotel

Die Unternehmensgruppe Aaldering reißt das Hotel Rheintor ab und will an der Rheinstraße/Ecke Innenwall Wohnraum schaffen. Eine Tiefgarage mit 29 Stellplätzen gehört zu den Plänen, die gestern Abend vorgestellt wurden.

Das Hotel Rheintor wird schon bald abgerissen. Den Betrieb hat Eigentümer Gerardus Aaldering längst eingestellt, das Gebäude steht inzwischen leer. Und es gibt Pläne, was auf dem etwas mehr als 3000 Quadratmeter großen Grundstück an der Ecke Rheinstraße/Innenwall passieren soll, wenn die Bagger Tabula Rasa gemacht haben und das zwar nicht schöne, aber seit Jahrzehnten prägnante Gebäude am Rande des Stadtkerns verschwunden ist. Aaldering möchte dort Wohnungen bauen. Die bereits im Stadthaus eingereichten Pläne standen gestern Abend im Bau- und Planungsausschuss zur Diskussion.

29 Wohnungen sollen es werden, zwischen 63 und 130 Quadratmeter groß und immerhin neun davon barrierefrei. Diese Wohnungen verteilen sich auf acht verschiedene, unterschiedlich gestaltetete und aufeinander abgestimmte Baukörper. Sehr markant sind zwei turmähnliche Gebäude zur Rheinstraße hin. Der gesamte Komplex soll sich U-förmig von der Rheinstraße in den Innenwall und in den jetzigen Garagenhof (die zwölf Garagen werden ebenfalls abgerissen) hineinziehen. Und das aus einem guten Grund: Durch diese Bauform mit einem freien Innenhof soll sichergestellt werden, dass die Stadtmauerreste im Boden nicht überbaut oder gar zerstört werden. Dieter Paus, technischer Beigeordneter, wies darauf hin, dass der Denkmalschutz in alle Schritte eingebunden wird.

Im Ausschuss gestern Abend stießen die Aaldering-Pläne grundsätzlich auf Zustimmung. Thema waren die First- und Traufhöhen und die Stellplätze. Weil das Grundstück weitgehend überbaut wird, ist der Bau einer Tiefgarage mit 29 Stellplätzen vorgesehen. 29 Stellplätze für 29 Wohnungen - das erschien Josef Devers von der CDU zu wenig - zumal die Stadt bei anderen Bauvorhaben wie in Vierbaum 1,5 Stellplätze pro Wohneinheit einfordere. Da überzeugte es ihn auch nicht, dass Paus auf unterschiedliche Berechnungsgrundlagen für Stellplatzvorgaben hinwies. So spiele es etwa eine Rolle, ob sich in unmittelbarer Nähe eine Bushaltestelle befinde, erklärte der Beigeordnete.

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Auch Achim Körber (SPD) hatte Bedenken, was die Parkplatzsituation anging. Wenn man bedenke, dass der Parkplatz am Rheintor auch jetzt vollgeparkt sei, obwohl das Hotel bereits geschlossen sei, könne man sich leicht vorstellen, wie es zukünftig auf dem Innenwall zugehe. Unterdessen warnte Hans-Peter Götzen von der FDP vor zu viel Nörgelei. "Wir sollten es zunächst begrüßen, dass jemand etwas entwickeln und Wohnraum schaffen möchte und sollten fragen: Was ist gut? Nicht gleich alles schlechtreden." Wichtig war allen Fraktionen, dass auch nach einem Neubau ein Fußweg zum Pulverturm, vorbei am Schützenhaus, erhalten bleibe.

Dieter Paus sagte, dass das Bauvorhaben von verschiedenen Behörden geprüft werde und sagte zu, dass die Pläne ein weiteres Mal im Bau- und Planungsausschuss vorgelegt werden. Er sagte aber auch klar: "Die Entscheidung trifft in diesem Fall die Verwaltung."

Auf die Frage von Josef Devers, was an den Gerüchten dran sei, dass es einige Pläne mehr gegeben habe als den nun vorgestellten und dass die Politik diese Pläne gegebenenfalls gerne gesehen hätte, führte Paus aus: "Es gibt einen Bauantrag und den stellen wir Ihnen hier vor."

(up)