Rheinberg: 30-jähriger flüchtet nach Unfall in Winterswick

Rheinberg: 30-jähriger flüchtet nach Unfall in Winterswick

Feuerwehr, Polizei, ein Hubschrauber, gleißendes Licht, Autowracks: Es sah aus wie auf einem Schlachtfeld auf der L 137 in Winterswick.

Ein heller VW Golf stand quer auf der Fahrbahn. Vermutlich Totalschaden. Von einem dunklen Renault Twingo – er kam in Fahrtrichtung Rheinberg zum Stillstand – war nicht viel übrig; die Frontpartie des Kleinwagens war eingedrückt. Ein Wunder, dass die junge Fahrerin – eine 19-jährige Rheinbergerin – den Frontalzusammenstoß überlebt hat. Schwer verletzt zwar, aber es bestehe keine Lebensgefahr, sagte die Polizei.

Der schwere Unfall ereignete sich am Samstagabend gegen 23.50 Uhr auf der Rheinberger Straße (L137) – etwa 150 Meter hinter der Einmündung in die Alte Landstraße, unweit der Diskothek "Aratta". Der Golf eines 30-jährigen Mannes ohne festen Wohnsitz und das Auto der 19-Jährigen kollidierten total. Als Unfallverursacher benannte die Polizei den 30-Jährigen. Der ließ seinen Wagen stehen und machte sich aus dem Staub. Die Polizei fahndete nach ihm, u.a. mit einem Hubschrauber, der noch lange über dem Stadtgebiet kreiste.

Nach etwa eineinhalb Stunden griff die Polizei den flüchtigen Fahrzeugführer in der Rheinberger Innenstadt auf und nahm ihn fest. Er hatte sich bei dem Unfall ebenfalls schwer verletzt. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass der 30-Jährige keinen Führerschein besitzt, Medikamente eingenommen hatte und ein Haftbefehl gegen ihn vorliegt.

Er wurde ebenso wie die Twingo-Fahrerin ins Krankenhaus gebracht. Der Löschzug Mitte der Rheinberger Feuerwehr war mit 22 Leuten im Einsatz; noch bis 1.45 Uhr leuchteten die Helfer die Unfallstelle aus und banden Öl ab. Bei der Fahndung beobachete die Hubschrauberbesatzung in der Rheinberger Innenstadt fünf Jugendliche dabei, wie diese geparkte Fahrzeuge beschädigten. Sie wurden vorläufig festgenommen.

(RP)