Rheinberg: 16. MAP-Festival auf der Kippe

Rheinberg: 16. MAP-Festival auf der Kippe

Die Finanzierung für das Musik- und Kunst-Event ist unsicher. Ein Sponsor wird dringend gesucht.

Der Pulverturm in dezentes Licht getaucht, die "Zauberlehrlinge" rocken den Platz, tausende Rheinberger genießen die super Stimmung und singen lauthals mit: Soll es das alles nicht mehr geben? Ob das 16. MAP-Festival wie geplant vom 11. bis zum 15. August in Rheinberg stattfinden kann, steht noch in den Sternen. "Momentan ist nicht klar, ob wir das 16. MAP-Festival finanziert bekommen", sagte Philipp Rott, alter und neuer erster Vorsitzender des Vereins "MAP Rheinberg" bei der Jahreshauptversammlung im "Punto". Die Veranstalter wollen aber alles daran setzen, dass es weitergehen kann. Rott: "Im Januar und Februar werden wir viele Gespräche mit Sponsoren führen und werden dann eine Entscheidung treffen."

Das Music-Art-Project ist im Laufe der Jahre vom Umfang her gewachsen - und damit auch die Kosten. Insbesondere der Umzug zum Pulverturm - er war durch Anwohnerbeschwerden erforderlich geworden - hat die Organisation in die Höhe getrieben. "Dort brauchen wir Absperrzäune, einen Sicherheitsdienst, müssen Wasser und Strom dorthin legen. Das haut rein", erläutert MAP-Kassierer Thorsten Webers. Dabei sind die Kosten für ein Festival dieser Größenordnung vergleichsweise gering, weil es ehrenamtlich organisiert wird.

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Bei ca. 33 000 Euro lagen die Ausgaben für das 15. MAP im August 2014. Dem standen Einnahmen in Höhe von 30 500 Euro entgegen - inklusive einer Ausfallbürgschaft aus dem Kulturfonds. Diese 6000 Euro waren der Zuschuss der Stadt Rheinberg. "Den Fehlbetrag haben wir aus der Vereinskasse genommen", so der zweite Vorsitzende Heiko Dürr. "Aber irgendwann sind unsere Mittel natürlich aufgebraucht. Deshalb brauchen wir unbedingt noch einen Sponsor."

Auf Eintritt möchte das MAP-Team auch künftig verzichten. "Wir bieten etwas für Rheinberger Jugendliche an. Den Besuchern sollen keine Kosten entstehen", so Philipp Rott. Neben dem zweitägigen Musik-Festival sollen auch die Artlon-Kunstaktion und der Poetry-Slam-Abend weitergeführt werden - beides möglicherweise noch einmal im alten van-Gember-Speicherhaus am Kattewall-Parkplatz.

(RP)
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