Ein Osterausflug nach Lank-Latum: Zwischen Rheinfähre und Altem Markt

Ein Osterausflug nach Lank-Latum: Zwischen Rheinfähre und Altem Markt

Besonders mit dem Fahrrad lässt sich Meerbusch gut erkunden. Eine ganze Reihe regionaler Radwege vom "Erlebnisweg Rheinschiene" bis zur "Niederrhein-Route" durchziehen das Stadtgebiet und machen eine Tour zu den reizvollsten Plätzen Meerbuschs zum Vergnügen. Besonders zu empfehlen: eine Tour über den im vergangenen Jahr in weiten Abschnitten sanierten Rheindeich. Schmuckstück Alter Markt in Lank-Latum: Hier lässt sich bei der österlichen Tour durch die Lande mit einem leckeren Eis prima eine Verschnaufpause einlegen.

Besonders mit dem Fahrrad lässt sich Meerbusch gut erkunden. Eine ganze Reihe regionaler Radwege vom "Erlebnisweg Rheinschiene" bis zur "Niederrhein-Route" durchziehen das Stadtgebiet und machen eine Tour zu den reizvollsten Plätzen Meerbuschs zum Vergnügen. Besonders zu empfehlen: eine Tour über den im vergangenen Jahr in weiten Abschnitten sanierten Rheindeich. Schmuckstück Alter Markt in Lank-Latum: Hier lässt sich bei der österlichen Tour durch die Lande mit einem leckeren Eis prima eine Verschnaufpause einlegen.

Zwischen der ehemaligen Klosterinsel Mönchenwerth im Süden und Langst-Kierst im Norden warten fast zehn Kilometer ebener Strecke mit herrlichem Rheinblick auf Radler, Skater und Spaziergänger. Aber auch auf vorbeiziehende Frachtschiffe, Ausflugsdampfer und flotte Motoryachten. Wer es etwas weniger betriebsam und rustikaler mag, wählt den Pfad direkt am Rheinufer entlang. Zu einem beliebten Treffpunkt für Radtouristen, Spaziergänger und Besucher hat sich gerade an den Wochenenden der Alte Markt in Lank-Latum entwickelt.

Dies liegt zum einen an der attraktiven Platzgestaltung, die historische und neue Bausubstanz harmonisch verbindet. Zum anderen ist die bunt gemischte Gastronomie mit italienischer Eisdiele, Balkan-Weinschänke, italienischer Trattoria und deutschem Gasthof ideal, wenn es gilt, sich nach langem Spaziergang oder erholsamer Radtour zu stärken. Überragt wird der Platz im Osten von dem romanischen, sechsgeschossigen Turm der Pfarrkirche St. Stephanus.

Der frisch restaurierte Tuffsteinturm stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist deutlich älter als die Kirche selbst. Die Glocken stammen aus den Jahren 1706 und 1780. Das Geläut wurde im vergangenen Jahr im Rahmen der Turmsanierung ebenfalls generalüberholt und im Rahmen einer neuerlichen Glockenweihe der Lank-Latumer Bevölkerung übergeben. Markantestes weltliches Gebäude am alten Marktplatz ist das Haus der Alten Weinschänke van Dawen, ehemals Weinkellerei, Gasthaus und Brauerei, heute Balkan-Restaurant. Der Platz selbst ist übrigens erst im Zuge der Ortskernsanierung Ende der achtziger Jahre entstanden, zuvor führte Lank-Latums Hauptstraße genau durch dieses Gebäudeensemble, das heute wie historisch gewachsen wirkt.

  • Meerbusch : Nächtlicher Überfall auf Kiosk in Lank-Latum

1989 wurde auch der mit drei in Bronze gegossenen Lank-Latumer Originalen gestaltete Marktbrunnen seiner Bestimmung übergeben. Der Brunnen, heute längst beliebtestes Fotomotiv im Ort, wurde auf Initiative des Meerbuscher Kulturkreises und des Heimatkreises errichtet. Eher unscheinbar weist wenige Meter entfernt Richtung Pappelallee eine Bronzetafel auf das Geburtshaus von Missionsbischof Heinrich Leven hin. Leven wurde 1883 geboren und war 1933 bis 1953 Apostolischer Vikar der Kleinen Sunda-Inseln in Indonesien.

Wer in Gegenrichtung den Marktplatz verlässt, findet am Eingang der Fußgängerzone den Missouri-Platz. Eine Tafel erinnert an die mehr als 330 Menschen aus dem heutigen Stadtgebiet Meerbusch, die zwischen 1835 und 1865 ihre Heimat verließen, um im US-Staat Missouri ein neue Lebensgrundlage zu suchen. Die meisten siedelten sich geschlossen in den Orten Loose Crem, Westphalia und Frankenstein an.

Kontakte zwischen Lank-Latum und Loose Creek mit gegenseitigen Besuchen bestehen bis heute und werden mit viel Liebe von den nachfolgenden Generationen gepflegt. Von Lank-Latum aus empfiehlt sich übrigens ein Abstecher nach Langst-Kierst und von dort aus mit der Rheinfähre zur alten Kaiserpfalz Kaiserswerth. Möglich ist auch per Rad die Weiterfahrt über die neue A44-Brücke zum Düsseldorfer Ufer und von dort Richtung Kaiserswerth oder Altstadt.

(NGZ)
Mehr von RP ONLINE