Rhein-Kreis Neuss: Zahl der Einbrüche ist gestiegen

Rhein-Kreis Neuss: Zahl der Einbrüche ist gestiegen

Die Polizei hat am Montag ihren Bericht über die Kriminalitätsentwicklung im Rhein-Kreis vorgelegt. Auffällig: 2009 ist die Zahl der Wohnungseinbrüche erneut gestiegen. In mehr als einem Drittel aller Fälle blieb es beim Versuch.

1052 Wohnungseinbrüche gab es kreisweit im vergangenen Jahr. Das sind 200 "Angriffe auf die eigenen vier Wände” mehr als 2008. 2007 lag die Zahl der Wohnungseinbrüche mit 769 noch auf dem zweitniedrigsten Niveau der vergangenen zehn Jahre.

Einen Grund für den deutlichen Anstieg sieht die Polizei in der verkehrstechnisch günstigen Lage der Rhein-Kreisstädte. Landrat Hans-Jürgen Petrauschke spricht als Leiter der Kreispolizeibehörde indes von einem "landesweiten Trend”.

Von den 1052 Einbruchdelikten blieben jedenfalls 380, also 36,1 Prozent, im Versuchsstadium stecken. "Auch hier”, sagt Petrauschke, "hat sich der Vorjahrestrend bestätigt, wonach es regelmäßig in mehr als einem Drittel aller Fälle ,nur‘ zu einem versuchten Einbruch kommt.”

  • Die Kriminalitätsstatistik 2009

An dieser Stelle mache es sich offenbar bezahlt, dass immer mehr Menschen das Angebot der Polizei nutzten, sich in der Beratungsstelle des Kriminalkommissariats Vorbeugung zu informieren. Die Spezialisten analysieren im Einzelfall, welche Schwachstellen ein Haus oder eine Wohnung aus Einbrechersicht hat. "Besonders gefährdet sind naturgemäß Häuser mit Garten und Wohnungen im Erdgeschoss oder im ersten Stock”, sagt Polizeidirektor Detlef Gernandt.

Beispiele vom vergangenen Wochenende: In Dormagen stiegen Unbekannte am Freitag, zwischen 16.30 Uhr und 23.20 Uhr in Einfamilienhäusern an der Josef-Schwartz-Straße, der Donatusstraße und der Straße "Dörnchesfuhr” ein. In Neuss waren Einbrecher auf der Eggenhofstraße unterwegs. In Grevenbroich hatten sie sich ein Mehrfamilienhaus an der Straße "Auf der Artwick” als Tatobjekt ausgesucht. In Kaarst brachen sie in ein Mehrfamilienhaus an der Langen Hecke ein. In die betroffenen Wohnungen gelangten die unbekannten Täter durch Aufhebeln von Türen und Fenstern.

(NGZ)