Wirtschaft engagiert sich in der Sportförderung Handelskammer hofft auf Olympioniken als Fachkräfte

Rhein-Kreis · Die Industrie- und Handelskammern Mittlerer Niederrhein und Düsseldorf sind jetzt offizielle Ausbildungspartner der Olympiastützpunkte an Rhein und Ruhr. Was das bedeutet und was sich die Wirtschaft davon verspricht.

 Sie sind jetzt Partner (v.l.): Daniel Müller (Olympiastützpunkts Rheinland), Stefan Klett (Landessportbund NRW) und Jürgen Steinmetz (IHK Mittlerer Niederrhein).

Sie sind jetzt Partner (v.l.): Daniel Müller (Olympiastützpunkts Rheinland), Stefan Klett (Landessportbund NRW) und Jürgen Steinmetz (IHK Mittlerer Niederrhein).

Foto: IHK/M. Zanin

Offizieller Ausbildungspartner der Olympiastützpunkte NRW/Rheinland und Rhein-Ruhr – so dürfen sich die beiden Industrie- und Handelskammern (IHKs) Mittlerer Niederrhein und Düsseldorf ab sofort nennen.

Ziel der Partnerschaft: Über den olympischen und paralympischen Sport und die Athletinnen und Athleten das Thema Fachkräftesicherung und Berufsausbildung emotionalisieren und in die breite Öffentlichkeit tragen.

„Der olympische und paralympische Sport sind herausragend, die Athletinnen und Athleten diszipliniert, teamfähig und außergewöhnlich willensstark“, sagt Stefan Klett, Präsident des Landessportbundes NRW. Solche wertvollen Eigenschaften müssten den potenziellen Partnern aus der Wirtschaft beständig vermittelt werden. „Weil der Fachkräftebedarf uns alle angeht, kann natürlich auch der organisierte Sport seinen Teil dazu beitragen, viele Arbeitgebermarken nachhaltig zu stärken“, so Klett.

Dass Sport ein Feld von potenziell vielen Fachkräften ist, hat die IHK Mittlerer Niederrhein längst erkannt und gemeinsam mit den Stadt- und Kreissportbünden das Projekt „Wirtschaft.Sport.Ausbildung“ etabliert. Eben mit dem Ziel, junge Leute mehr für die duale Berufsausbildung zu begeistern, und zwar durch Kooperationen zwischen Sportvereinen und Unternehmen, die von der IHK begleitet werden und gezielt Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen und für eine betriebliche Ausbildung gewinnen sollen.

Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein: „Beim Thema Fachkräfte und Berufsausbildung bedarf es weiterer innovativer Ansätze, um unseren Mitgliedsunternehmen sinnvolle Möglichkeiten aufzuzeigen, Mitarbeitende zu gewinnen und zu binden.“

Und so wollen die IHKs als offizieller Partner der Olympiastützpunkte (OSP) auch für die Top-Athleten während und nach ihrer sportlichen Karriere Zugänge zu Unternehmen forcieren, Firmen für das Thema begeistern und einen innovativen Ansatz zur Verbesserung des Ausbildungsmarktes liefern. Der Zeitpunkt ist gut gewählt: Die Olympischen Spiele 2024 finden quasi vor der Haustür in Paris statt, und 2025 kommen mehr als 10.000 Studierende aus aller Welt zu den „World University Games“ an Rhein und Ruhr zusammen.

„Bei dieser Kooperation steht die Aktivierung des Themas Fachkräfte im Vordergrund. Es geht nicht darum, lediglich eine Sichtbarkeit für Unternehmen zu erzeugen, sondern Partnerschaften aufzuwerten und die Glaubwürdigkeit des olympischen Sports in die Wirtschaft zu transportieren“, sagt Daniel Müller, Leiter OSP Rheinland. „Wir wollen den Unternehmen zeigen, dass die Werte im Sport mit einfachen Mitteln gewinnbringend eingesetzt werden können. Wir wollen aufzeigen, dass der organisierte Sport ein verlässlicher Partner für Unternehmen ist.“

(NGZ)
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