Rhein-Kreis Neuss: Werhahn tritt bei Freien Wählern wieder aus

Rhein-Kreis Neuss : Werhahn tritt bei Freien Wählern wieder aus

Für UWG-Chef Carsten Thiel war die Nachricht "der Hammer": Gestern war bekanntgeworden, dass der Adenauer-Enkel Stephan Werhahn die Freien Wähler verlässt, um wieder bei der CDU einzutreten. Werhahn, der gebürtiger Neusser ist, sagte, er habe sich diesen Schritt nicht leicht gemacht.

"Ich konnte aber die aktuellen Entwicklungen in der Partei nicht mehr mit gutem Gewissen mittragen", erklärte Werhahn — ohne zu sagen, welche Entwicklungen bei den Freien Wählern ihm nicht passen.

Wehrhahn war im vergangenen Jahr nach mehr als 40 Jahren aus der CDU ausgetreten. Anlass dafür war vor allem Unzufriedenheit mit der Euro-Rettungspolitik von Kanzlerin Merkel gewesen. Dann ging er zu den Freien Wählern, wo er als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl aufgestellt wurde. Dass er nun wieder zu seiner alten Partei zurückkehrt, kam für UWG-Chef Carsten Thiel — Bundestagskandidat der Freien Wähler in Neuss — "völlig überraschend".

Thiel hatte Werhahn bei dessen Wechsel den eignen Wahlkreis angeboten und ihn danach auf verschiedenen Veranstaltungen im Kreis und der Region getroffen. Dabei gewann er einen positiven Eindruck von Werhahn, der auch am Wahlprogramm tatkräftig mitgearbeitet hatte. "Vielleicht sind wir ihm nicht Euro-kritisch genug", mutmaßt Thiel, der gestern für Freien Wähler die Parole ausgab, weiter zu kämpfen und sich nicht unterkriegen zu lassen.

(hko/dpa)
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