Rhein-Kreis Neuss: Weniger Touristen im Rhein-Kreis

Rhein-Kreis Neuss: Weniger Touristen im Rhein-Kreis

Tourismus-Zahlen des statistischen Landesamts sind Dämpfer für den Kreis.

Im Rhein-Kreis Neuss ist die Zahl der Gästeübernachtungen im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Insgesamt gab es 979.586 Übernachtungen - 2016 waren es noch knapp über eine Million. Das geht aus jetzt veröffentlichten Tourismus-Zahlen des statistischen Landesamtes IT.NRW hervor. Erfasst sind alle Betriebe und Campingplätze mit mindestens zehn Betten.

Analog zum Rückgang bei den Übernachtungen fiel auch die Zahl der Gästeankünfte im Rhein-Kreis Neuss geringer aus. 2017 waren es 448.500, davon 126.491 aus dem Ausland. Im Jahr zuvor gab es insgesamt 452.936 Gästeankünfte, davon 128.524 aus dem Ausland. Die mittlere Aufenthaltsdauer blieb unverändert und betrug in beiden Jahren 2,2 Tage. Diese Zahl bezieht sich auf den Aufenthalt aller Gäste, also sowohl aus dem In- als auch aus dem Ausland.

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) spricht von einer "soliden Betten-Bilanz" im Rhein-Kreis Neuss. Von den Touristen würden auch Gaststätten, Restaurants und Kneipen profitieren. "Damit die Besucher auch gern wiederkommen, brauchen wir jedoch mehr geschultes Fachpersonal. Minijobber allein stemmen keinen Boom", teilt NGG-Geschäftsführerin Manja Wiesner mit.

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Insgesamt besuchten 2017 mehr als 23,2 Millionen Gäste die 5227 nordrhein-westfälischen Beherbergungsbetriebe (mit mindestens zehn Gästebetten und Campingplätze). Sie verbuchten mit 51,5 Millionen erstmals mehr als 50 Millionen Übernachtungen. Wie IT.NRW als amtliche Statistikstelle des Landes anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, erreichte das Gäste- und Übernachtungsaufkommen damit im achten Jahr in Folge ein Rekordergebnis. Die Besucherzahl war um 5,1 Prozent, die der Übernachtungen um 3,9 Prozent höher als 2016.

Bei den Gästen aus dem Ausland waren die Anstiege sowohl bei der Zahl der Ankünfte (plus 6,5 Prozent auf rund 5,3 Millionen) als auch bei der Übernachtungszahl (plus 5,5 Prozent auf nahezu elf Millionen) noch höher. Auch die Zahl der Gäste aus dem Inland (18 Millionen (plus 4,7 Prozent) und deren Übernachtungen (40,5 Millionen; plus 3,4 Prozent) waren höher als 2016.

(abu)