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Rhein-Kreis Neuss: Weniger Hauptschüler im Rhein-Kreis

Rhein-Kreis Neuss : Weniger Hauptschüler im Rhein-Kreis

Im Rhein-Kreis besuchen immer weniger Jugendliche die Hauptschulen. Das geht aus einer Bilanz hervor, die jetzt im Schulausschuss auf den Tisch kam. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Hauptschüler an Rhein und Erft 2010/2011 um sieben Prozent auf 3784 gesunken.

"Die Entwicklung im Rhein-Kreis entspricht mit leichten Abweichungen dem Landestrend", berichtete die Verwaltung. Insgesamt sind zwischen Meerbusch im Norden und Rommerskirchen im Süden im Rhein-Kreis 63 336 Schüler registriert, 1037 oder 1,6 Prozent weniger als zuletzt.

Abstriche mussten neben den Hauptschulen auch die Förderschulen (minus 4,3 Prozent) und Berufskollegs (minus 2,8 Prozent) hinnehmen. Gerade noch ins Plus rutschten Gymnasien und Gesamtschulen. Nähere Erläuterung will der Rhein-Kreis im Frühjahr geben.

Bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung hat der Fachausschuss das Konzept für die Einrichtung einer "Regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien" begrüßt. Damit stellten sich die Kreispolitiker mehrheitlich gegen Kritiker aus Städten und Gemeinden, die die Integration auf einem so guten Weg sehen, dass es keiner weiteren Vernetzung bedürfe.

Im Gegensatz zu anderen Gebieten in NRW gibt es im Rhein-Kreis bisher keine zentrale Koordination der Maßnahmen zur Eingliederung junger Zuwanderer. Die Arbeitsstellen werden vom Land gefördert. In ihrem Bericht kommt die Verwaltung zu dem Schluss, "dass die Chancen der Kinder und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien durch die Einrichtung einer solchen Arbeitsstelle deutlich verbessert werden". Dies entlaste letztlich auch die Sozialsysteme.

Am Berufsbildungszentrum Grevenbroich soll eine Fachoberschule Klasse 11 und 12 (Fachrichtung Technik) in Vollzeitform eingerichtet werden, dem Qualifizierungsbedarf der Schulabgänger mit Fachoberschulreife gerechter zu werden.

(NGZ)