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Rhein-Kreis Neuss: Wärmedämmung in neuer Form präsentiert

Rhein-Kreis Neuss : Wärmedämmung in neuer Form präsentiert

Der Neusser Malermeister Michael Dworak hat für seine Firma einen neuen Unternehmenszweig erschlossen: die Wärmedämmung. Um das bekannt zu machen, nutzt er ein ungewöhnliches Werbemittel.

Zu guten Unternehmertum gehört nicht nur ordentliches Handwerk, sondern auch die Kunst, Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Das will der Neusser Malermeister Michael Dworak auf der Messe "Smart Energy" zeigen, die am kommenden Samstag und Sonntag in der Neusser Stadthalle stattfindet. Dort wird er seine Angebote im Bereich Wärmedämmung auf besondere Weise präsentieren: Mit einem Kleid aus Styropor, das seine Tochter Juliane Rückert als "Model" den Besuchern vorstellen wird.

Foto: Dworak

"Drei Monate haben wir an dem Kleid getüftelt", erzählt Dworak, der das Projekt gemeinsam mit seinem Auszubildenden umgesetzt hat. "Ich will den Kunden die Vorteile der Wärmedämmung quasi ,zum Anfassen' näher bringen", erläutert der Handwerker, der dazu auf der Messe auch ein Modellhaus aufbauen wird.

Die Smart Energy findet am kommenden Wochenende zum siebten Mal statt. Die Kreishandwerkerschaft wird den Besuchern auch in diesem Jahr wieder Anbieter vorstellen, die Experten der energetischen Gebäudesanierung sind. 70 Aussteller haben sich angemeldet, um über Themen wie Solarenergie, Heizungstechnik, Elektromobilität und barrierefreies Wohnen zu informieren.

"Die Messe ist eine Möglichkeit, unseren Bekanntheitsgrad zu steigern", sagt Malermeister Dworak, der in seinem Familienbetrieb, den er in zweiter Generation führt, mittlerweile rund 30 Prozent des Umsatzes mit Wärmedämm-Projekten generiert. "Der Markt hat sich verändert, wir haben darauf reagiert", sagt Dworak, der in Neuss 13 Mitarbeiter beschäftigt. So führt er zwar weiter einen "klassischen Malerbetrieb", aber doch mit vielfältigen Spezialisierungen, neben der Wärmedämmung etwa auf Fassadenrenovierungen oder Lackierarbeiten.

Bei der Wärmedämmung geht es dem Meisterbetrieb auf der Messe auch darum, Kunden Ängste zu nehmen. Denn in jüngerer Vergangenheit wurde häufig über Brände berichtet, bei denen gedämmte Fassaden Feuer gefangen hatten. "Das kann bei Styropor-Dämmungen in Einzelfällen passieren", sagt Dworak, wenn er auch vor Panikmache warnt: "Alle Materialien, die an Fassaden verbaut werden, sind schwer entflammbar". Es könne jedoch auch ohne Styropor gedämmt werden, sagt Dworak. Andere Materialien, etwa Mineralwolle, kann bei der Wärmedämmung ebenfalls verarbeitet werden. Letztlich sei es auch eine Preisfrage, wobei sich Dworak sicher ist, dass sich die Investition lohnt — denn die Amortisationszeit belaufe sich auf 20 Jahre, ein Haus werde aber rund 50 Jahre genutzt. "Mit der richtigen Wärmedämmung stellen die Kunden sicher, dass sie sich auch im Alter die Heizung des Hauses noch leisten können. Und dass sie dabei auch vor Styropor nicht zurückschrecken müssen, wird Dworaks Tochter Juliane auf der "Smart Energy" vorführen. "Beim Anprobieren hat sich bereits gezeigt, dass sie ein Kleid tragen wird, dass ganz schön warm hält", sagt Michael Dworak.

(NGZ/rl)