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Krise im Nahen Osten: UNICEF bringt Hilfsgüter in den Libanon

Krise im Nahen Osten : UNICEF bringt Hilfsgüter in den Libanon

UNICEF bringt dringend benötigte Hilfsgüter für die Zivilbevölkerung in den Libanon. Am Samstag startet der erste Transportflug aus dem zentralen UNICEF-Warenlager in Kopenhagen mit 40 Tonnen Hilfsgütern im Wert von 350.000 Dollar.

Er enthält unter anderem Hygieneartikel für 5.000 Familien, 250.000 Tabletten zur Wasseraufbereitung und 10.000 aufblasbare Wasserkanister. Sie sind zur Versorgung der wachsenden Zahl von Menschen in Notunterkünften wie zum Beispiel Schulen bestimmt. Weiter werden Basismedikamente sowie Schutzhelme und Schutzwesten für Helfer in das Krisengebiet gebracht.

Der Hilfsflug geht in die syrische Hauptstadt Damaskus. Von dort aus muss die Fracht auf dem Landweg in den Libanon gebracht werden. Ein weiterer Frachtflug mit Hygieneartikeln, Erste-Hilfe-Paketen mit Mullbinden, Verbandszeug, Heilsalbe und Schutzdecken sowie Spielutensilien für Kinder startet am Sonntag von Amsterdam.

UNICEF bringt auch Medikamente in den Gazastreifen, wo sich in den vergangenen Wochen die humanitäre Situation weiter verschlechtert hat. "Die Kinder leiden am härtesten unter der Eskalation der Gewalt im Nahen Osten, sagte der Leiter der UNICEF-Nothilfeprogramme Dan Toole.

"Der Schutz der Kinder ist eine Internationale Verpflichtung in allen Kriegen". UNICEF schätzt, dass ein Drittel der Toten und Verwundeten durch die anhaltenden Kämpfe Kinder und Jugendliche sind. Durch die anhaltenden Kämpfe und die Zerstörungen der Infrastruktur sind die Möglichkeiten für humanitäre Hilfe stark eingeschränkt.

Der Süden des Landes ist für Hilfsorganisationen kaum zugänglich. Die Zahl der Menschen in Notunterkünften wie Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen ist in den vergangenen Tagen auf schätzungsweise 60.000 gestiegen. Die Versorgung mit Trinkwasser und Toiletten ist schwierig. UNICEF ist besorgt über die psychischen Folgen der Krise für die Kinder. Viele stehen unter Schock.