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Rhein-Kreis Neuss: Trinkwasser durch alte Armaturen belastet

Rhein-Kreis Neuss : Trinkwasser durch alte Armaturen belastet

Der Rhein-Kreis reagiert auf eine Studie des TÜV Rheinland, nach der das Trinkwasser in vielen öffentlichen Gebäuden in NRW stark durch Keime belastet ist. In 14 von 25 Proben habe es eine zu hohe Keimkonzentration gegeben, so der TÜV.

Das nahm das Kreisgesundheitsamt zum Anlass, auch das Trinkwasser im Kreis zu testen. Erhöhte Keimzahlen fand der Kreis in den mikrobiologischen Untersuchungen in ein Prozent der Fälle. "Hier konnte die Verkeimung stets durch ein Spülen der Leitungen beseitigt werden. Fäkal-Keime wurden nie nachgewiesen", sagt Dr. Michael Dörr, Leiter des Kreisgesundheitsamts.

Es gab aber auch Untersuchungen mit bedenklichen Ergebnissen: In einem Fall hatte sich der Entzündungskeim Pseudomonas im Wassersystem einer Turnhalle vermehrt. Ursache waren Fehler bei der Installation und eine seit 30 Jahren nicht mehr gespülte Feuerlösch-Leitung. In einem anderen Fall war das Wasser in einem neuen Bürogebäude stark verkeimt. Die Ursache lag in einer unsachgemäß in Betrieb genommenen Enthärtungsanlage.

Insbesondere in Schulen, Kindergärten und Altenheimen hatte das Gesundheitsamt auch im Rhein-Kreis aus den Kaltwassernetzen öffentlicher Gebäude in rund neun Prozent der Fälle erhöhte Nickel-Konzentrationen festgestellt, die durch alte Armaturen verursacht worden waren. In etwa drei Prozent der Fälle wurde Blei gemessen, wobei nicht Blei-Leitungen der Grund waren, sondern ebenfalls Armaturen. "Durch einen Austausch der Zapfstellen konnten die Probleme gelöst werden", sagt Dörr.

(NGZ)