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Rhein-Kreis Neuss: Stufenweise erhöhte Preise

Rhein-Kreis Neuss : Stufenweise erhöhte Preise

rhein-kreis neuss Nach den Autofahrern dürfen nun auch die Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs stöhnen. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr erhöht seine Preise zum 1. August und führt gleichzeitig eine vierte Preisstufe ein. Neben der Kurzstrecke gibt es die Preisstufen A, B, C und D.

lPreisstufe A In der Preisstufe A gilt bei allen Monats- und Abotickets ab August eine Unterscheidung in A1 für kleinere Städte und Gemeinden und A2, für insgesamt 17 größere Städte - darunter Neuss, Mönchengladbach, Krefeld und Düsseldorf. Demnach müssen zum Beispiel Neusser Ticket2000-Bezieher ab August 62,25 Euro zahlen, wer nur in Grevenbroich fährt, zahlt 60,95 Euro. Für Einzel-, Vierer-, Gruppen- und Tages-Tickets gilt diese Unterscheidung vorläufig nicht.

l Preisstufe B Die Preisstufe B umfasst wie zuvor ein Kerngebiet und die direkt angrenzenden Gebiete. Wer von Grevenbroich nach Meerbusch fahren möchte, bezahlt Preisstufe B: Kerngebiet wäre dann Neuss. Neusser, die mit S-Bahn oder der 709 über den Rhein nach Düsseldorf fahren möchten, müssen weiterhin Preisstufe B bezahlen, nachdem Anfang des Jahrtausends eine Wabe zwischen die Städte geschoben wurde.

"Die Stadtwerke Neuss GmbH haben in Absprache mit der Stadt Neuss den Antrag zur Wabenänderung mit einer erheblichen Einnahmeänderung begründet", heißt es in der Niederschrift der Ratsversammlung Düsseldorf vom 27. September 2001. Wer von Dormagen nach Langenfeld fahren möchte, muss sogar Preisstufe C bezahlen, weil der Rhein zwischen den Städten liegt und die Fahrt über Neuss und Düsseldorf geht. Ansonsten bleibt die Preisstufe B unverändert.

l Preisstufe C Die Preisstufe C gilt ab 1. August nicht mehr verbundweit, sondern für Fahrten auf mittleren Strecken. "C ist sozusagen Doppel-B", sagt Rheinbahn-Sprecher Georg Schumacher. C umfasst künftig zwei Kerngebiete und die angrenzenden Städte - die Kerngebiete müssen jedoch aneinander liegen müssen. Wer von Kaarst nach Essen fahren möchte, nutzt zum Beispiel die Kerngebiete Düsseldorf und Ratingen.

Kunden, die jetzt ein Ticket der Preisstufe C nutzen, benötigen also ab August eine neue Karte. Dabei müssen sie sich entscheiden, ob sie die neue Preisstufe C nutzen oder in die neue Preisstufe D wechseln möchten. Der Wechsel zur Stufe D ist allerdings mit einer kräftigen Preiserhöhung verbunden. Besonders hart trifft es Kunden ab 60 Jahre.

Das Bärenticket fällt nun in die Preisstufe D und kostet künftig 7,50 Euro mehr. Einen Aufpreis müssen auch Ticket2000-Bezieher hinnehmen. Der Preis steigt von 115,30 Euro auf 136,30 Euro. Für Schüler ist der Anstieg von 25,40 Euro auf 26,87 Euro vergleichsweise moderat.

l Preisstufe D Die neue Preisstufe D gilt im ganzen VRR. Die Kunden müssen ihre Chipkarten nicht umtauschen, auch wenn auf der Karte die Preisstufe C aufgedruckt ist. Als Gründe für die Preiserhöhung gibt der VRR Energiekosten und Kürzung von Bundes- und Landesmitteln an.

(NGZ)