Marienberg- Und Quirinus-Gymnasium: Schüler erleben im Cern die Welt der Teilchenphysik

Marienberg- Und Quirinus-Gymnasium : Schüler erleben im Cern die Welt der Teilchenphysik

Im Rahmen der Begabtenförderung hatte der Verein "NetIwerk Bildung Neuss" zwei Fahrten zum Cern im Rhein-Kreis Neuss ausgeschrieben. 50 Schüler fanden die Idee spannend und sind mitgefahren. Darunter auch der Leistungskurs Physik des Marienberg- und des Quirinus-Gymnasiums. In einer Nachtfahrt ging es zum größten Teilchenbeschleuniger der Welt nach Genf. Dort wurde die Gruppe von einem Forscher empfangen, der die Arbeit des Cern erklärte und eine Führung machte. Anschließend bestand die Möglichkeit, die Dauerausstellung zu besuchen, die für jedermann geöffnet ist. Sie erhielten Informationen darüber, was das Cern mit seinen 1000 Wissenschaftlern macht und wie es aufgebaut ist. Die Teilchen werden in einem unterirdischen Ring von 27 Kilometern auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und treffen dann aufeinander. Die Reaktionen werden an vier Messzentren protokolliert und dann zur Auswertung weitergegeben oder an Unis in der ganzen Welt geschickt. Denn die Rechenkapazität im Cern reicht für diese riesige Datenmenge nicht aus. Und sie ist schon sehr groß. Herausgekommen sind für die Forscher bereits drei Nobelpreise. Die Schüler konnten etwas Forscherluft schnuppern und die Physikkenntnisse in die wissenschaftliche Arbeit einordnen.

Die brachten reichlich Kompetenz mit und konnten zahlreiche Fragen der Forscher beantworten. Dieses ungewöhnliche Engagement aller Beteiligten könnte nach Angaben der Organisatoren auch für weitere Schüler ein Anreiz sein und die MINT-Fächer stärken. MINT ist eine zusammenfassende Bezeichnung von Unterrichts- und Studienfächern aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Zum Hintergrund: Das Cern, die Europäische Organisation für Kernforschung, ist eine Großforschungseinrichtung bei Meyrin im Kanton Genf in der Schweiz. Dort wird physikalische Grundlagenforschung betrieben, insbesondere wird mit Hilfe großer Teilchenbeschleuniger der Aufbau der Materie erforscht. Der derzeit bedeutendste ist der Large Hadron Collider, der 2008 in Betrieb genommen wurde. Derzeit hat das CERN 22 Mitgliedstaaten. Es ist das weltgrößte Forschungszentrum auf dem Gebiet der Teilchenphysik. Über 10.000 Gastwissenschaftler aus 85 Nationen arbeiten an Cern-Experimenten. Das Jahresbudget des Cern belief sich 2014 auf ungefähr 1,11 Milliarden Schweizer Franken (rund eine Milliarde Euro).

(NGZ)