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Sanierung der Sebastianuskirche in Neuss beginnt

Sanierung der Sebastianuskirche in Neuss beginnt : Schwere Gerüstbrücke sichert den kleinen Turm

Die Läden zu und kaum Publikum unterwegs: Diese Situation nutzte am Sonntagmittag das Neusser Unternehmen Gerüstbau Kaiser für einen besonderen Kraftakt: Ein 100-Tonnen-Kran auf dem Konvent stülpte dem Türmchen auf der St.-Sebastianuskirche regelrecht eine fünf Tonnen schwere Gerüstbrücke über.

Sie überbrückt mit einer Spannweite von 16 Metern in 30 Meter Höhe den First der Innenstadtkirche und ruht auf den Gerüsten beiderseits des Langhauses der Kirche, die in den vergangenen beiden Wochen Stück für Stück in die Höhe gewachsen waren. Fertig ist das Gerüst noch nicht, betont Geschäftsführer Rolf Henrich, denn die Brücke schafft nur die Plattform, um das Türmchen ganz einrüsten zu können. In einer Woche, glaubt Oberpfarrer Guido Assmann, soll auch das erledigt und das Gerüst abgenommen sein, damit die schon vor einem Jahr angekündigte Sanierung der denkmalgeschützten Kirche beginnen kann. Die wird sich bis in den Herbst hinziehen. So lange werden die Schreiner, Dachdecker und Maurer mit einem Baustellenaufzug zu ihren Arbeitsplätzen kommen, den der gleiche Experte für den Betrieb an einem Gerüst berechnet hat, der auch den Außenaufzug an der Dauerbaustelle Kölner Dom verantwortet, berichtet Rolf Henrich stolz.

Die Spanngurte tragen das Gerüst, nicht aber den Turm der City-Kirche. Foto: Christoph Kleinau
Schwindelfrei und gut drauf trotz Sonntagsschicht: Die Monteure der der Firma Gerüstbau Kaiser fixierten die über den Firtst gelegt Gerüstbrücke. Foto: Christoph Kleinau
Der 100-Tonnen-Kran fuhr am Sonntag  am Konvent seinen „Arm“ aus. Foto: Christoph Kleinau

Das Gerüst rund um das kleine Türmchen ist doppelt wichtig, denn die Holzkonstruktion gilt als echter Wackelkandidat. Sie ist schon lange nicht mehr richtig standsicher, erklärte Heinz Brau von der städtischen Denkmalpflege schon vor einem Jahr, warum die Glocke im Turm der Kirche am Hauptstraßenzug schon seit Jahren nicht mehr geläutet werden darf.