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Neuss: Laterne am Hamtorplatz: Leuchtende Erinnerung an Georg Martin

Königsgeschenk : Laterne am Hamtorplatz in Neuss erinnert an König Georg Martin

Der Hamtorplatz ist seit Mittwochabend ein wenig heller. Der Grund: Eine zusätzliche Laterne, die „an einem der schönsten Plätze in Neuss“, wie Bürgermeister Reiner Breuer betonte, aufgestellt wurde.

Doch diese Laterne ist anders als alle anderen. Nicht nur, weil sie sich optisch hervorhebt, sondern vor allem wegen ihrer Geschichte. Bei dem Leucht-Objekt handelt es sich nämlich um das Geschenk des ehemaligen Neusser Schützenkönigs Georg Martin (2017/18), der vor rund sechs Wochen im Alter von 62 Jahren nach langer Krankheit, aber dennoch überraschend starb. „Die Laterne soll seine Geschichte erlebbar machen“, sagte Breuer bei der Inbetriebnahme am Mittwochabend und lobte gleichzeitig die Auswahl des Standortes: „Sie passt hier hin, als wäre sie schon immer da gewesen.“

Gleichzeitig ging Breuer jedoch auf den langen Prozess ein, der nötig war, um das Projekt in die Tat umzusetzen. „Ich freue mich, dass es doch noch gelungen ist, sein Werk zu vollenden.“ Worauf Breuer anspielte: Immer wieder hatte sich die finale Realisierung des Königsgeschenkes verschoben, vor allem wegen des damit verbundenen Genehmigungsaufwandes. „Es hat lange gedauert“, sagt auch Angelika Kunz, Georg Martins Lebensgefährtin. Umso glücklicher sei sie nun, dass der „letzte Akt“ vollbracht ist, auch wenn es traurig sei, dass er die Einweihung seiner Laterne nicht mehr selbst erleben durfte. „Georg wollte nicht als erster Schützenkönig mit einem fehlenden Geschenk in die Geschichte eingehen“, sagte die ehemalige Schützenkönigin schmunzelnd.

Georg Martin starb vor rund sechs Wochen mit 62 Jahren. Foto: Woitschützke, Andreas (woi)

Optisch orientiert sich die Laterne, die nun das Grenadierdenkmal illuminiert, das von der Düsseldorfer Bildhauerin Monika Staiger in Bronze gegossen wurde, am Königsorden von „Fackel-Georg“, wie er wegen seiner Leidenschaft für den Fackelbau auch liebevoll genannt wurde. Jener Orden wurde einst von Hans Jörg Dickmann entworfen. Dass die Laterne nun die Grenadiere erleuchtet – schließlich war Georg Martin Mitglied bei der Schützenlust – bezeichnete Breuer als Beweis für das freundschaftliche Verhältnis zwischen beiden Korps, aber auch unter den Schützen insgesamt.