Neuss: Further Schützen schenken dem "Etienne" ein Wappen

Further Schützenfest : Ein Ständchen für Mitarbeiter und Patienten

Nachdem das Johanne-Etienne-Krankenhaus 1968 seinen Betrieb am Hasenberg aufgenommen hatte, hatte der damalige Major der Gesellschaft Schützenlust, Dieter Hochhausen, die Idee, dort jedes Jahr zum Further Volks- und Heimatfest ein Platzkonzert für die Patienten und Mitarbeiter zu geben.

Und das wurde bis jetzt auch regelmäßig in die Tat umgesetzt.

In diesem Jahr unterhielten das Orchester Rheinlandklänge aus Düsseldorf und das Tambourkorps Gut Klang die Menschen zum 50. Mal. „Das 50. Platzkonzert ist schon ein besonderes Ereignis“, betonte Schützenlust-Major Michael Hennesen, der gemeinsam mit Präsident Jochen Hennen und dem amtierenden Königspaar Heinz-Josef I. und Ursula Bittner die begeisterten Zuhörer an diesem Vormittag begrüßte. Das Platzkonzert am Krankenhaus ist fester Bestandteil des Festes der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft. Und so bedankten sich die Schützen mit einem eisernen Wappen ihrer Bruderschaft, das jetzt einen prominenten Platz im Gebäude gefunden hat, und Blumen für das medizinische Personal. Stellvertretend für alle Patienten wurde auch einer Patientin im Rollstuhl ein Blumenstrauß überreicht.

„Traditionell lassen wir am Sonntagmorgen bei den Jubilarehrungen im Festzelt den Hut herumgehen und spenden einen Betrag an die Palliativstation. In diesem Jahr freuen wir uns, 700 Euro überreichen zu können“, sagte Präsident Jochen Hennen und übergab den Schwestern des Johanna-Etienne-Krankenhauses einen symbolischen Scheck. Neben dem musikalischen Umzug um das große Gebäude, bei dem auch bettlägerige Kranke sich an den Klängen erfreuen konnten, gab es einen weiteren Höhepunkt: Zum 50-jährigen Bestehen des Krankenhauses im vergangenen Jahr wurde der Chefarzt der Anästhesie, Dr. Franz Josef Esser, dazu inspiriert, Kontakt mit der Schützenlust aufzunehmen und selbst beim Fahnenwalzer die Fahne zu schwingen – natürlich eine Johanna-Etienne-Krankenhaus-Fahne.

Bereits einige Woche vor dem Further Schützenfest hatten seine Übungseinheiten auf dem Schulhof der Karl-Kreiner-Schule gemeinsam mit dem ersten Fahnenschwenker der Schützenlust, Christoph Mühle, begonnen. Damit konnte sich der Mediziner einen lang gehegten Kindheitstraum erfüllen und strahlte, während er schwungvoll beim Fahnenwalzer schwenkte.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Beitrags wurde versehentlich statt des Orchesters Rheinlandklänge, das bei der Veranstaltung gespielt hat, die Musikkapelle Rheinklänge genannt. Wir bitte den Fehler zu entschuldigen.

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