Kreis Kliniken Neuss verringern Defizit und kündigen "schwarze Null" an

Jahresbericht 2018 der Rhein-Kreis Neuss Kliniken: Kreiskliniken verringern Defizit und kündigen „schwarze Null“ an

Die finanzielle Konsolidierung schreitet voran. Die seit Jahren defizitären Rhein-Kreis Neuss Kliniken mit den beiden Krankenhäusern an den Standorten Dormagen und Grevenbroich schlossen zwar auch das Geschäftsjahr 2018 mit Verlust ab, aber der Fehlbetrag verringerte sich wie schon im Vorjahr erneut um zwei Millionen Euro auf aktuell noch zwei Millionen Euro.

Das geht aus einer Pressemitteilung zum Geschäftsbericht 2018 hervor, den eine Sprecherin der kreiseigenen Klinik GmbH am Donnerstagmittag verbreitete.

Mit dem wiederum verbesserten Jahresergebnis rückt das Ziel näher, das die neue Geschäftsfühung um Patricia Mebes und Sigurd Rüsken beim Amtsantritt 2016 ausgegeben hatte: den kommunalen Klinikverbund zurück in die Gewinnzone zu führen. Sie übernahmen die Kreiskliniken mit tief roten Zahlen: minus sechs Millionen Euro. Die so genannte schwarze Null soll planmäßig noch im laufenden Jahr erreicht werden. Ab dem Jahr 2020 soll dann ein positiver Jahresabschluss „nachhaltig das hohe medizinische Niveau der Rhein-Kreis Kliniken sicherstellen“.

Dass die Maßnahmen zur Umstrukturierung greifen und zu sichtbaren finanziellen Verbesserungen führen, ist für die Geschäftsführung und den Rhein-Kreis Neuss als 100-prozentigen Gesellschafter enorm wichtig – gerade in diesen Tagen, in denen die Verhandlungen mit der Stadt Neuss über eine Fusion mit dem städtischen Lukaskrankenhaus in eine entscheidende Phase treten. Bei Patricia Mebes und Sigurd Rüsken hört sich das so an: „Mit dieser dynamischen Unternehmensentwicklung erreichen wir die Augenhöhe bei der anstehenden Fusion mit dem Neusser Lukaskrankenhaus.“ Der angestrebte neue Klinikverbund werde „von unserem Schwung“ ebenfalls profitieren.

Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Konsolidierung war 2017 die Umwandlung der kreiseigenen Häuser in eine gemeinnützige GmbH. Das Geschäftsführer-Duo Mebes und Rüsken versucht seither, Qualität und Wirtschaftlichkeit in Balance zu halten. „Im Mittelpunkt all unserer Prozesse steht der Patient. Ihn immer im Blick zu haben, ist das Wichtigste“, betont Patricia Mebes – mit Abschluss in Betriebswirtschaft und Medizin.

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