Interkulturelle Projekthelden: Kleine Künstler formen Tiere für die "Arche Noah"

Interkulturelle Projekthelden: Kleine Künstler formen Tiere für die "Arche Noah"

Egal welcher Religion man angehört, die Geschichte der Arche Noah kennen die meisten Kinder. Die Bibelerzählung war auch die Grundlage für ein Kunst-Projekt des Vereins Interkulturelle Projekthelden.

Egal welcher Religion man angehört, die Geschichte der Arche Noah kennen die meisten Kinder. Die Bibelerzählung war auch die Grundlage für ein Kunst-Projekt des Vereins Interkulturelle Projekthelden.

Seit 2016 bietet die Neusser Initiative außerschulische Kultur-Aktionen für Kinder mit Migrationshintergrund an, um sie besser zu integrieren und ihr Selbstvertrauen zu stärken. Damit die Kinder während ihrer Weihnachtsferien nicht nur vor der Spielkonsole sitzen, hat der Neusser Verein ein dreitägiges Kunstprojekt in der Alten Post angeboten. Die Ferienaktion unter dem Motto "Die bunte Vielfalt der Arche Noah" wurde von zwei Dozentinnen der Alten Post, Claudia Ehrentraut und Anke Jüngels, betreut. Ehrentraut engagiert sich neben ihrer Lehrtätigkeit in der Alten Post auch als Vorstandsmitglied bei den Interkulturellen Projekthelden.Gemeinsam mit den beiden Künstlerinnen bastelten die Jungen und Mädchen dann ihr persönliches Lieblingstier aus Ton. Die fertigen Tiere besuchten dann gemeinsam die selbstgebastelte Arche Noah.

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Schon vor dem ersten Treffen sollten sich die Kinder dafür überlegen, welches Tier sie modellieren wollen. Um die Proportionen des jeweiligen Tieres besser vor Augen zu haben, malten sie den Körperbau zunächst auf Papier auf, bevor es an das Ton-Modellieren ging. Ein Material, das sich gar nicht so leicht verarbeiten lässt, wie die Kinder feststellen mussten. Das ursprünglich vorgesehene Krokodil musste deswegen mal eben zu einem Schwein umgeformt werden, und der Hase fiel plötzlich um einiges größer aus als die Giraffe. Von diesen Kleinigkeiten ließen sich die Kinder jedoch nicht beirren. Mit viel Spaß an der Sache verarbeiteten sie den Ton zu kleinen Figuren - so ging die zweite Ferienhälfte für die Zehn- bis Vierzehnjährigen schnell um, ohne jeden Tag vor dem Computer zu verbringen. Neben den künstlerischen Fähigkeiten der Kinder sollte das Projekt vor allem ihr Gemeinschaftsgefühl stärken.

Mit den verschiedenen Projekten, die die junge Organisation immer wieder in Neuss auf die Beine stellt, will sie die Kinder mit Migrationshintergrund auf das Miteinander in einer multiethnischen Gesellschaft vorbereiten und sie in Eigenschaften wie Toleranz, Respekt und Offenheit gegenüber anderen stärken. In der Vergangenheit organisierten die Projekthelden dafür unter anderem auch die Ausbildung jugendlicher Museumsführer im Clemens-Sels-Museum.

(NGZ)
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