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Gemüse-Ackerdemie an der Gesamtschule an der Erft in Neuss

Gesamtschule an der Erft in Neuss : Schüler ackern fürs eigene Gemüse

Mit dem Slogan „Eine Generation, die weiß, was sie isst“ wird das Ziel der „Gemüse-Ackerdemie“ beschrieben, die es nun auch an der Gesamtschule an der Erft gibt. Zunächst pflanzten die Schüler die ersten Jungpflanzen und Saatgut auf ihrem eigenen Schulacker. Seit diesem Jahr nehmen sie am Bildungsprogramm „Gemüse-Ackerdemie“ des gemeinnützigen Vereins Ackerdemia teil.

Der bundesweit aktive Verein ackert dieses Jahr an mehr als 850 Schulen und Kindergärten. Gemeinsam bauen die Kinder bis zu 30 verschiedene Gemüsesorten an. Der Acker wird so zu einem alternativen Lernort an der frischen Luft. „Durch die Erlebnisse direkt auf dem Acker erfahren die Kinder unmittelbar, wo unsere Lebensmittel herkommen und wie lecker eine gesunde Ernährung ist“ erzählt Susanne Büchner, Regionalkoordinatorin von Ackerdemia in der Region Düsseldorf-Niederrhein. Bevor es nun in der Gesamtschule an der Erft an die vorbereiteten, aber noch „leeren“ Beete ging, wurden die wichtigsten Ackerregeln besprochen und über das Gemüse, das heute auf den Acker kommt, erzählt. Darauf weist die Gesamtschule an der Erft hin.

 Die Schüler pflanzten ihr Gemüse gemeinsam.
Die Schüler pflanzten ihr Gemüse gemeinsam. Foto: Gesamtschule an der Erft

In Kleingruppen hieß es dann „Pflanzlöcher graben, wässern, einpflanzen oder Saatgut aussäen“. Dabei fanden unter anderem Lauch, rote Bete, Kohlrabi, Winterpostelein und Feldsalat einen Platz in der Erde. Natürlich wurde auch der Boden inspiziert und nach Regenwürmern oder anderen Bodenbewohnern Ausschau gehalten. In der Abschlussrunde wurde dann besprochen, wie der Acker nun weiterhin zu pflegen ist. Acker-Schüler Alex freut sich besonders auf die Ernte der Rote Bete: „Dann können wir in Hauswirtschaft ja Borscht kochen!“.

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„Die Kinder waren sehr begeistert von der Pflanzung und davon, so viele Pflanzen kennengelernt zu haben“, stellt Acker-Lehrerin Sandra Hauf fest. „Sie waren fasziniert davon, wie viele Sorten Salat es gibt, und auch der lila Kohlrabi hat sie sehr begeistert.“ Die Schüler freuen sich nun darauf, ihr Gemüse beim Wachsen zu beobachten, es bis zur Ernte zu pflegen, einiges dabei zu lernen und natürlich auch, selbst angebautes Gemüse zu essen. „Wir freuen uns alle, dass der Startschuss nun gefallen ist“, erklärt Sandra Hauf. „Die Vorbereitungen und Erfahrungen der Gemüse-Ackerdemie sind eine gute Voraussetzung, um den Schulgarten nun regelmäßig im Hauswirtschaftsunterricht zu nutzen.“ Das sei eine Bereicherung für den Unterricht.

(NGZ)