Laufen Hilft: Duo läuft 544 Kilometer die Mosel entlang

Laufen Hilft: Duo läuft 544 Kilometer die Mosel entlang

Wer an die Mosel denkt, dem schießen automatisch Bilder von üppigen Weinbergen mit Postkarten-Flair in den Kopf. Aber dass sich die Landschaft entlang des idyllischen Flusses auch als Laufstrecke eignet, ist eher ein Geheimtipp.

Emanuela Hinz (32) und ihre Laufpartnerin Genevieve Liountaroglou (44) - sie nennen sich selbst nur Ema und Ginny - wollen es jetzt so richtig wissen: Das lauferfahrene Duo, das unter anderem den Düsseldorfer Marathon im vergangenen Jahr gemeinsam absolvierte, hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, die Mosel von der Quelle in Col de Bussang bis zur Mündung in Koblenz entlang zu laufen.

544 Kilometer in 16 Tagen. Im Mai soll es losgehen. "Die letzte Strecke ist mit 48 Kilometern die längste", sagt die in Neuss tätige Genevieve Liountaroglou, die in Grevenbroich lebt. Bleibt die Frage nach dem Warum. "Wir wollten das Laufen mit etwas Sinnvollem verbinden und sind so auf die Idee gekommen, einen Spendenlauf zu machen", sagt die 44-Jährige. Die Pläne für den sogenannten River Run waren geschmiedet.

Mit den im Rahmen der Aktion gesammelten Spenden - egal ob pro Kilometer oder ein fester Betrag - sollen über die Hilfsorganisation "Care" Frauen und Mädchen der ärmsten Länder der Welt unterstützt werden. Schließlich ist der Zugang zu Bildung, medizinischer Versorgung und Wasser nicht in allen Ländern selbstverständlich. 5000 Euro lautet das Spendenziel. Doch bis es losgehen kann, stehen noch ein paar Trainingseinheiten auf dem Programm.

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"Wir treffen uns dreimal die Woche. Insgesamt kommen dann rund 45 Kilometer zusammen", sagt Emanuela Hinz. An den einzelnen Stationen - unter anderem in Chavellot, La Laxe und Trier - wird das Laufduo in Hotels übernachten. Einen Tag Pause gönnen sich Ema und Ginny im luxemburgischen Remich. Damit nicht nur sie, sondern auch Spender, Freunde, Familienmitlieder und weitere Interessierte auf dem Laufenden bleiben, werden sie in regelmäßigen Abständen über die sozialen Netzwerke Instagram und Facebook in Wort und Bild über den Verlauf des Projektes berichten.

Und wer weiß, vielleicht bleibt zwischendurch ja doch noch Zeit für einen kleinen Mosel-Wein. Mehr Informationen zum Projekt gibt es im Internet unter www.laufen-hilft.com.

(jasi)