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Stadt Meerbusch auf der Immobilienmesse Expo Real

Meerbusch auf der Expo Real : Erfolgsgeschichte Böhler wird fortgeschrieben

Bei der Expo Real in München sucht die Stadt Meerbusch Investoren für die Böhler-Erweiterungsfläche und den Business-Park.

Schon kurz vor der Abreise nach München geht der Blick von Meerbusch bereits ins nächste Expo-Jahr. Dann wird die Stadt mit einem neuen „Interkommunalen Gewerbegebiet“ an der Stadtgrenze zu Krefeld und großen, neuen Wohnbauprojekten im Stadtteil Osterath auf den Markt gehen.

Aber soweit ist es noch nicht. In diesem Jahr fährt man einmal mehr mit zwei „Klassikern“ zur Expo. Die noch freie „Böhler-Erweiterungsfläche“ zwischen dem bestehenden Areal Böhler, dem Stadtteil Büderich und der Düsseldorfer Stadtgrenze soll möglichst bald neue, in Meerbusch dringend benötigte Gewerbeflächen bieten. Das Grundstück ist im Besitz von Stahlkonzern und Böhler-Muttergesellschaft Voestalpine. Auf etwa 26 Hektar soll der Branchenmix fortgesetzt werden. Es geht um Büro- und Hallenflächen für moderne, innovative Unternehmen aus Technologie und Dienstleistung. „Ich bin gespannt auf die Gespräche in München“, so Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage, die mit ihrem Technischen Beigeordneten Michael Assenmacher nach Bayern reisen wird.

Die Standortqualitäten des Böhler-Erweiterungsgebietes sind laut Stadt in diesem Jahr deutlich besser als noch 2017: Die Verlängerung der Böhlerstraße und damit die direkte Anbindung des Areals an die Autobahn 52 sind fertig und seit Mitte Juni für den Verkehr freigegeben. Punkten könne das Gebiet zudem mit Tradition und starken Nachbarn: Der „historische“ Standort – der erste Spatenstich für das Böhler-Stahlwerk in Büderich erfolgte vor mehr als hundert Jahren – ist inzwischen als Gewerbepark und obendrein als Messe-Location bekannt.

Ansässige Firmen sind unter anderem Broich Catering & Locations, die GMA-Werkstoffprüfung (unter anderem für Airbus), das gemeinsame Gründerzentrum Böhler/Stadt Meerbusch sowie das Böhler-Forschungszentrum. Auf 23 Hektar sind etwa tausend Menschen bei fast 200 Unternehmen beschäftigt.

Mit zwei „Filetgrundstücken“ mitten im Business-Park Mollsfeld an der A44-Anschlussstelle Osterath will sich Meerbusch ebenfalls präsentieren. „Der Business-Park ist geprägt durch sehr hochwertige Architektur und namhafte Unternehmen. Hier den richtigen Käufer zu finden, ist eine anspruchsvolle Aufgabe“, erklärt die Bürgermeisterin. Die Expo Real sei für diese Herausforderung ein idealer Marktplatz.

Derweil arbeitet die Stadt weiter an ihrem Weg vom reinen Wohn- zum modernen Wirtschaftsstandort. Als Beleg für den Erfolg legt sie folgende Zahlen vor: Allein zwischen 1999 und 2014 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Meerbusch um fast 42 Prozent gestiegen.

Zum Vergleich: in ganz NRW waren es nur 8,5 Prozent, im Rhein-Kreis zehn Prozent. Ein wesentlicher Faktor sei der Bau der A44-Brücke bei Ilverich gewesen, die 2002 fertig gestellt wurde. Den höchsten Ausländeranteil in Meerbusch stellt nicht von ungefähr die japanische Community mit ihren engen Verbindungen in die Landeshauptstadt. 40 Prozent der Meerbuscher Beschäftigten arbeiten laut einer aktuellen Studie der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein in den Wirtschaftszweigen Handel, Verkehr und Gastgewerbe, den sogenannten distributiven Diensten. „Im Rhein-Kreis Neuss liegt der Anteil bei 32, in Nordrhein-Westfalen sogar nur bei 22 Prozent. Mit 15 Prozent ist der Anteil der Industrie an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Meerbusch dagegen deutlich niedriger als in NRW und im Rhein-Kreis Neuss“, sagt Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage. Da sind es je 28 Prozent.

Kontakt Stadt Meerbusch, Wirtschaftsförderung, Rafael Koebnick, Dorfstraße 20, 40667 Meerbusch-Büderich, 02132 916333, rafael.koebnick@meerbusch.de.