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Serie Hier geblieben! — Die NGZ-Sommertour (Folge 16): Spurensuche im Eschbachtal

Serie Hier geblieben! — Die NGZ-Sommertour (Folge 16) : Spurensuche im Eschbachtal

Majestätisch erhebt sich Schloss Burg über der Wupper und vermittelt einen Einblick in die Geschichte und Kultur des Mittelalters. Doch Hämmer und Kotten haben die industrielle Entwicklung nicht überlebt.

WERMELSKIRCHEN Auf der Zielgeraden der Sommertour ist Kondition gefragt — es geht noch einmal ins Bergische Land. Die Route führt von Wermelskirchen über Schloss Burg und durchs Tal des Eschbachs.

Ausgangspunkt ist der Schwanenplatz. Nach ein paar Stufen, vorbei am Hotel "Zum Schwanen", geht es über die Obere Waldstraße. Den 6,5 Kilometer langen Weg weisen die roten Hinweisschilder bis zur Sengbachtalsperre. Ist die verkehrsreiche Strecke bis Hünger geschafft, geht's über ruhige Seitenstraßen bis zum Wald bei Höhrath. Dann heißt es: Einfach rollen lassen bis ins Wupper-Tal. Zwischendurch sollte der Radfahrer dann ruhig mal über die rechte Schulter schauen: Da liegt majestätisch Schloss Burg.

Hinter dem Wasserwerk und dem Tierheim in Glüder zeigen die Radwegweiser die Strecke nach Schloss Burg an — dem ersten Zwischenstopp. Die Seilbahn führt von Unterburg direkt zur 1133 erbauten Burganlage. Die Ausstellungen geben einen Einblick in Geschichte und Kultur des Mittelalters und zeigen das Leben und den Handel und Wandel im Bergischen Land.

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Geschmiedet mit Wasserkraft

Durch Unterburg wird Richtung Eschbachtal geradelt. Kurz hinter dem Abzweig nach Oberburg beginnt dessen Industriegeschichte. Der vor wenigen Monaten stillgelegte Luhnshammer ist der erste Zeuge: Das Eschbachtal gehört zu den ältesten Standorten der Eisen- und Stahlindustrie. Geschmiedet wurde von Hand in den mit Wasserkraft betriebenen Hämmern.

Die Eschbachtalstraße wird weiter geradelt bis zum Abzweig nach Wermelskirchen. Doch der Radweg führt nicht über die Straße, sondern 100 Meter vorbei am Kellershammer rechts an einer Schranke durch einen Felsdurchbruch. Entstanden 1890 für die Schmalspurbahn Wermelskirchen-Unterburg. Überreste der alten Eisenbahnbrücke sind noch zu sehen.

Auf dem Erlebnisweg Eschbach spüren Radfahrer die Stille des Tals — und entdecken Hämmer, gemauerte Untergräben, Teiche der ehemaligen acht Kotten und Hämmer. Infotafeln erläutern die Geschichte. In Zurmühle im Hochseilklettergarten kann man seine Schwindelfreiheit testen. Der Waldweg endet an der Wermelskirchener Straße oberhalb der Ortschaft Preyersmühle. Auf dem Radweg geht's talwärts durch den Ort und dann am ersten Abzweig nach links. Vorbei am Eschbachtal-Freibad, führt die Strecke am Ende der Straße rechts hoch auf der K3 Richtung Wermelskirchen. Es ist eine langgezogene Steigung, die gut zu fahren ist, wenn man seinen Rhythmus gefunden hat. Die Kreisstraße endet an der B 51 in Neuenhöhe. Hier nach rechts Richtung Berliner Straße radeln, wo der rote Radwegweiser an der Ampel die Strecke in die Innenstadt bis zum Ausgangspunkt zeigt.

Infos über Hämmer und Kotten unter http://www.rp-online.de/regional