Förderinitiative für Nachwuchsjournalisten: Spurensuche im Busch von Papua-Neuguinea

Förderinitiative für Nachwuchsjournalisten: Spurensuche im Busch von Papua-Neuguinea

Von Thilo Zimmermann

Von Thilo Zimmermann

Medienleute der Zukunft brauchen gutes Handwerkszeug, Kreativität, Mut, Verantwortungsbereitschaft - und ein fundiertes Grundwissen im christlichen Glauben. Um die Ausbildung von Nachwuchsjournalisten in diesem Sinne zu fördern, ist vor einem Jahr die KNA-Promedia-Stiftung ins Leben gerufen worden. Volontär bei der Ausbildung: Die KNA-Promedia-Stiftung will den journalistischen Nachwuchs fördern und setzt vor allem auf die Vermittlung kirchlichen Grundwissens. Die erste Jahresbilanz fiel positiv aus. Fotos: KNA

Die erste Bilanz kann sich sehen lassen: Sie reicht von der Unterstützung einer jungen Reporterin auf Spurensuche bei den Missionaren in Papua-Neuguinea bis zum Seminar für Deutsch sprechende Journalisten aus Osteuropa. Auch für die Zukunft hat sich die Initiative viel vorgenommen.

Richard W. Orth, Geschäftsführer der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) und geschäftsführender Vorstand der Stiftung, nennt's beim Namen: "In den 50 Jahren ihres Bestehens hat die KNA über 250 Volontäre ausgebildet, von denen inzwischen viele an den Schaltstellen der deutschen Publizistik sitzen.

Durch unsere Nähe zu ihnen und zu zahlreichen Zeitungen werden wir immer wieder darauf angesprochen, wie wichtig heute eine solide Ausbildung gerade auch in kirchlichen Fragen ist." Genau da setzt die am 5. November vergangenen Jahres gegründete Stiftung an.

"Oft fehlt jungen Journalisten jegliches Verständnis für religiöse Zusammenhänge. Da wird im Radio vom ,schönen bunten Hut des Bischofs' gesprochen, oder man liest einen Artikel über Fronleichnam, der beweist, dass der Schreiber keinerlei Wissen über den Hintergrund dieses Feiertags hat. Unser Anliegen ist es, kirchliche Begriffserklärungen zu vermitteln, die der Sache gerecht werden."

Prälat Paul Bocklet ist Vorsitzender des Beirats von KNA-Promedia.

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Prälat Paul Bocklet, der ehemalige Leiter des Katholischen Büros in Bonn, leitet den Stiftungsbeirat von KNA-Promedia. Sein Stellvertreter ist der frühere NGZ-Verlagsleiter Alfons Kranz aus Glehn. Pater Roger Gerhardy vom katholischen Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses und Rechtsanwalt Hans Josef Haasbach komplettieren das Gremium.

Zum Vorstand der Förderinitiative gehören neben Richard W. Orth KNA-Chefredakteur Helmut S. Ruppert und Jörg Hammann. Sie alle haben sich vorgenommen, junge Kollegen zu befähigen, "professionell und verantwortungsbewusst auf der Basis christlicher Wertevorstellungen die öffentliche Kommunikation mit zu gestalten".

Die Fördermaßnahmen von KNA-Promedia werden möglichst passgenau auf die berufliche Biografie der jeweiligen Stipendiaten abgestimmt. Praktika mit fachlicher Begleitung in einem Ressort der Zentralredaktion oder einem Landesbüro der Agentur können den Horizont von Volontären anderer Medienunternehmen erweitern. Bei Aufenthalten in den KNA-Büros in Rom oder Brüssel oder in befreundeten Redaktionen können die jungen Leute erste Erfahrungen in der Auslandsberichterstattung sammeln.

Durch Recherche-Stipendien erhalten Talente die Chance, zu zeigen, was sie können. Ein Volontariat bei der Agentur bietet eine grundlegende Einführung in den Journalistenberuf. Als Kooperationsprojekte fördert die gemeinnützige Stiftung kirchlichen Rechts Lehrgänge und Workshops zu Fragen des Journalismus und der Medienethik.

Mit der Initiative können Verleger, Kirchenvertreter und Einzelpersonen also ideell und materiell eine fundierte Ausbildung von jungen Journalisten unterstützen - "als Beitrag für die soziale Kommunikation der Zukunft", wie es heißt. Medienunternehmen erhalten die Möglichkeit, über Angebote der Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Institut zur Förderung publizistischen Nachwuchses ausgewählten Volontären vertiefte Kenntnisse für die Berichterstattung über Themen mit religiösen und kirchlichen Bezug zu vermitteln.

Freunde der KNA können mit Spenden die Zukunftsfähigkeit der Stiftung unterstützen und zur Qualitätssicherung der kirchlichen Medienarbeit in Deutschland beitragen. Wie das konkret geschieht, verdeutlichen die Projekte, die KNA-Promedia 2003 in Angriff nehmen möchte.

Die Palette ist äußerst bunt und umfasst die Ausrichtung eigener Seminare zu Themen kirchlicher Publizistik genauso wie die vollständige oder teilweise Finanzierung der Kosten von Teilnehmern an Fortbildungstagungen und die Finanzierung einer kompletten Volontärsausbildung. KNA-Promedia-Stiftung, Adenauerallee 134, 53113 Bonn, Telefon 0228/2600043, E-Mail weber@ kna.de. Spendenkonto 135 631 bei der Liga-Bank Augsburg (BLZ 750 903 00).

(NGZ)
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