Jüchen : Zwei Kitas werden umgebaut

Die Gemeinde investiert zurzeit rund 200 000 Euro in die Erweiterung der Kindertagesstätte in Garzweiler. Auch in der Kelzenberger Kita wird gebaut: Bis zum Ende des Jahres entstehen dort zusätzliche Gruppenräume.

Die Gemeinde Jüchen schafft Platz für die U 3-Betreuung. Zurzeit wird die Kindertagesstätte (Kita) am Pankratiusweg erweitert. Ein Ruheraum und ein neuer Raum für die Verwaltung werden an das Gebäude angebaut. In etwa vier bis fünf Monaten sollen die neuen Räume genutzt werden können. Die Kosten für das Projekt liegen bei 200 000 Euro.

Nach der Fertigstellung können 16 Kinder unter drei Jahren aufgenommen werden. Zurzeit ist Platz für zwölf Unter-Dreijährige. Der Betrieb in der Kita läuft während der Bauarbeiten weiter.

Auch in Kelzenberg wird die Tagesstätte erweitert. Danach ist auch dort Platz für 16 Jungen und Mädchen unter drei Jahren.

Der Grevenbroicher Architekt Günter Quasten hat den Anbau in Garzweiler entworfen Für ihn ist das Projekt eine Herzensangelegenheit. Er selber hat den Kindergarten und die anliegende Bürgerhalle sowie die Kirche vor 22 Jahren gebaut und kennt die Besonderheiten des Gebäudeensembles. "Alle Gebäude bilden zusammen eine Figur, die gerade durch die Dachform erkennbar wird. Deshalb muss man genau überlegen, wo man etwas anbauen kann", sagt Günter Quasten.

Der Architekt fand zwei Stellen, wo das Dach über das Gebäude hinausragt. Dort wird die Tagesstätte ergänzt. "Wir nutzen diese Einmündungen und bauen unterhalb der bestehenden Dachform den neuen Ruheraum aus", erklärt Quasten. Auf der anderen Seite wird die Dachform ebenfalls ergänzt, und ein neuer Raum für die Verwaltung der Kindertagesstätte entsteht.

Vor 14 Tagen begannen die Bauarbeiten in Garzweiler. Vor einigen Jahren wurde das Gebäude schon einmal erweitert. "Davon sieht man heute von außen nichts mehr. Damals konnten wir auch die Form erhalten. Das ist mir sehr wichtig, da die Bausubstanz bei diesen Objekten erhalten werden sollte", sagt Quasten, der in Jüchen bereits das Altenheim und die Realschule geplant hat. Auch die Gemeinde ist von Quastens Konzept überzeugt. "Wir denken, dass die gefundene Lösung die beste für die örtlichen Gegebenheiten ist", sagt Jürgen Wolf, Sprecher der Gemeinde.

In Kelzenberg enden voraussichtlich Ende des Jahres die Bauarbeiten. Dort entstehen Neben- und Gruppenräume. Auch neue WCs und Personalräume wurden gebaut. Bisher konnten in Kelzenberg nur neun U 3-Kinder aufgenommen werden. Künftig ist Platz für 16 Kinder unter drei Jahren.

(draxl)