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Hockey: Zum Heimdebüt plant HTC sechs Punkte ein

Hockey : Zum Heimdebüt plant HTC sechs Punkte ein

Gegen Kahlenberg und SW Köln will Schwarz-Weiß Neuss seinen Durchmarsch durch die Zweite Hockey-Bundesliga Nord fortsetzen.

"Die Glücksritter aus Neuss" titelte "hockey.de", die offizielle Internetseite des Deutschen Hockey-Bundes (DHB), nach dem 4:3-Erfolg von Schwarz-Weiß am vergangenen Sonntag bei Hannover 78. Sicher, um ein Match nach einem 0:3-Rückstand noch komplett zu drehen, dazu gehört schon eine Menge Glück, doch eben auch genauso viel Können. Nicht umsonst hat der HTC in dieser Saison bislang alle seine Spiele gewonnen und kann sich auf seinem Weg zurück ins Hockey-Oberhaus wohl nur noch selber ins Stolpern bringen.

Selbst Klipper Hamburg, der einzige ernsthafte Konkurrent, benötigt bei einem Rückstand von zwölf Punkten (ein Spiel weniger) schon ein Fernglas, um den Tabellenführer der Zweiten Bundesliga Nord noch am Horizont auszumachen. Die stolze Serie von zwölf Siegen in Folge soll nun nicht ausgerechnet beim Heimdebüt in diesem Jahr mit Partien gegen den Kahlenberger HTC (Sa. 16.30 Uhr) und SW Köln (So. 12 Uhr) ihr Ende finden. Pflichtgemäß gibt Trainer Andreas Bauch als Zielvorgabe sechs Punkte aus, sieht seine Mannschaft aber nicht vor Rückschlägen gefeit. "Irgendwann wird mal ein Punktverlust kommen", baut er vor: "Gegen uns sind alle grellig. Da kannst du doch gar nichts falsch machen, weil dir eine Niederlage gegen den Spitzenreiter niemand krumm nimmt."

Schon des Öfteren steckte der Primus gewaltig in der Bredouille — und hat den Kopf noch stets aus der Schlinge gezogen. Auch das erste Duell mit Kahlenberg war alles andere als ein Kinderspiel, hatte Philipp Weide nach torlosem ersten Abschnitt doch erst fünf Minuten vor Schluss mit dem Treffer zum 3:1 für die Entscheidung gesorgt. Dass die Mülheimer als Vorletzter in akuten Abstiegsnöten stecken, überrascht Bauch schon ein wenig. Für ihn steht jedenfalls fest: "Die sind gespickt mit ehemaligen Bundesliga-Spielern und definitiv stärkers als es der Tabellenplatz aussagt."

Für die Filiale des Erstligisten Uhlenhorst Mülheim gelte im Übrigen das gleiche wie für den Tabellenvierten Schwarz-Weiß Köln, mahnt Bauch: "Das sind kampfstarke und körperbetont auftretende Mannschaften. Sehr robust, die hauen auch mal drauf. Da muss du besonnen bleiben und dein Spiel sauber durchziehen — dann klappt das auch." Im Hinspiel beim ehemaligen Angstgegner SW Köln — immer noch unvergessen ist die 1:2-Pleite in der Domstadt 2010, die dem HTC letztlich den Aufstieg in die 1. Liga kostete — mühte sich Neuss im Duell zweier damals noch unbesiegter Teams zu einem 1:0-Sieg.

Verzichten müssen die Hausherren am Wochenende auf die verletzten Mathis Steindor und Sebastian Lehrke, dafür ist Stürmer Christoph Martial nach der Geburt des strammen Sohnemanns Frederik wieder voll einsatzfähig. Ihren Einstand im Jahnstadion geben die Neuen Felix Degen und Matthias Gräber.

(NGZ/rl)