Herbstsitzung: Zufriedene Runde der Präsidenten

Herbstsitzung : Zufriedene Runde der Präsidenten

Die Schützenfest- und Kirmessaison ist gelaufen -Grund genug für die Vorsitzenden der Bruderschaften und Heimatvereine, einmal in aller Ruhe die vergangenen Monate Revue passieren zu lassen. In der Gaststätte "Lindenhof" traf sich jetzt die Präsidentenrunde des "Dycker Ländchens" zu ihrer Herbstsitzung.

Die Präsidentenrunde kann auf eine fast 20-jährige Tradition verweisen, wie sich Heinz-Josef Oellers, Vizepräsident des Bürgerschützenvereins Bedburdyck, und Bernd Mockel, Präsident des Geselligkeitsvereins Wallrath, erinnern. Eigentlicher Initiator der längst institutionalisierten Runde war Hans Brass, der ehemalige Oberst der Dorfgemeinschaft Damm.

Beim Dammer Schützenfest pflegte er sich einst mit seinen Amtskollegen aus dem "Dycker Ländchen" zum Fachsimpeln an die Theke zurückzuziehen. Als der Regimentschef 1986 zum Präsidenten der Dorfgemeinschaft gewählt wurde, setzte Brass die Kontaktpflege unter veränderten Vorzeichen fort und begründete die Präsidentenrunde des "Dycker Ländchens".

Die Chefs der Schützen- und Heimatvereine aus dem Einzugsbereich der früheren Gemeinde Bedburdyck waren darin ebenso vertreten wie die Schützen aus Steinfort-Rubbelrath, die zwar eigentlich auf dem Territorium der Stadt Korschenbroich wirken, geografisch jedoch gleichwohl zum Dycker Ländchen zählen und den anderen Vereinen traditionell freundschaftlich verbunden sind.

Steht bei der Herbstsitzung eher die Geselligkeit im Mittelpunkt, werden bei der zumeist im März stattfinden "Arbeitssitzung" gemeinsam interessierende Angelegenheiten erörtert. Dabei geht es um die sinnvolle Koordinierung von Biwaks und Sommerfesten ebenso wie um die Tanzmusik bei den Schützenfesten.

Nicht nur Heinz-Josef Oellers und Bernd Mockel ist nur allzu bewusst, dass sich das Problem der steigenden Musikkosten allenfalls begrenzen, nicht jedoch prinzipiell zur Zufriedenheit der Vereine lösen lassen kann. Auch wenn es Gesprächsbedarf mit der Gemeinde geben sollte, wird das Vorgehen der Vereine im "Dycker Ländchen" nach Möglichkeit in der Runde abgestimmt.

Damit, dass es seit zwei Jahren keine Zuschüsse mehr aus dem Gemeindesäckel gibt, haben sich die Vereine wohl oder übel abgefunden. Die seinerzeit gleichfalls diskutierten Gebühren für Absperrungen haben sie indes damals bewogen, dann auch gleich "auf beides zu verzichten", wie Bernd Mockel sagt. Seit 30 Jahren Präsident des Geselligkeitsvereins Wallrath ist Mockel "dienstältestes" Mitglied der Präsidentenrunde.

Die Heimatfreunde Rath, mit denen Wallrath Ende August stets gemeinsam Kirmes feiert, stellten mit ihrem neuen Vorsitzenden Norbert Merk hingegen diesmal ebenso einen Debütanten in der Runde, wie die Bruderschaft aus Steinfort-Rubbelrath mit ihrem neuen Präsidenten Willi Kessel. Anlaufschwierigkeiten gab es angesichts des großen Zusammengehörigkeitsgefühlts keine: "Es ist als wären sie immer dabei gewesen", meint Heinz-Josef Oellers.

Grund zur Klage gab es auch ansonsten nicht. Die Bilanz, die die Präsidenten der sieben Vereine zogen war überaus positiv. Besonders ragte diesmal natürlich das Fest zum 75-jährigen Bestehen des Bürgerschützenvereins Gierath-Gubberath heraus. Zu dem gut tausendköpfigen Festzug im August haben auch die anderen Vereine des "Dycker Ländchens" mit starken Abordnungen beigetragen.

(NGZ)