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Handball-Bundesliga: Zielsetzung bleibt Klassenerhalt

Handball-Bundesliga : Zielsetzung bleibt Klassenerhalt

Nach den neuesten Vertragsunterzeichnung laufen jetzt die Gespräche mit den Spielern beim TSV Dormagen.

Der 14. Dezember wird seinen festen Platz in der Geschichte des Dormagener Handballs bekommen. Denn an diesem Montag wurden die Gesellschaftsverträge der neugegründeten GmbH, die als "Dormagener Handball-Club Rheinland" den Spielbetrieb fortsetzen soll, notariell beglaubigt. Gleichzeitig wurde auch eine GmbH und Co KG als neuer wirtschaftlicher Träger des Profi-Handballs gegründet.

Geschäftsführer der Gesellschaft ist Heinz Lieven. Der Delhovener Unternehmer, mit seinem Firmenlogo TPG seit Jahren auf den Trikotschultern der Dormagener Handballer zu finden und auch Vorsitzender des Business-Clubs, ist die treibende Kraft hinter der Umstrukturierung des Dormagener Profi-Handballs. Da lag es nahe, der neuen GmbH die gleiche Firmenadresse (Hauptstraße 1, 41540 Dormagen) zu geben. "Zumindest bis die gesamte Finanzierung der neuen GmbH und Co KG gesichert ist", sagt Lieven, der die Geschäfte ehrenamtlich führt.

Die weiteren Anteile an der GmbH mit einem Stammkapital von 25 000 Euro halten der Kölner Architekt Toni Harff und der Delhovener Unternehmer Peter Herzogenrath. Mit 26,1 Prozent ist auch der TSV Bayer Dormagen an der Gesellschaft beteiligt — das ist Voraussetzung, damit der "Dormagener Handball-Club Rheinland" die Lizenz des Vereins übernehmen kann.

Zur Zeit ist Lieven dabei, Einzelgespräche mit allen Spielern des bisherigen Kaders zu führen. "Vertragsabschlüsse wird es noch keine geben", betont der Geschäftsführer, "wir wollen den Spielern die Lage, vor allem die finanzielle, erläutern und gleichzeitig sondieren, wer denn bereit ist, unter den neuen Gegebenheiten weiter in Dormagen zu spielen." Aufgrund einer Vertragsänderung enden alle Arbeitsverhältnisse am 30. Juni 2010, bis zum Ende der Wechselfrist am 15. Februar können sich die Spieler jedoch einen neuen Arbeitgeber suchen — wovon bisher nur Kjell Landsberg (zu FrischAuf Göppingen) Gebrauch machte.

"Keine einfache Situation", sagt Trainer Kai Wandschneider, "dass alle Verträge zum gleichen Zeitpunkt auslaufen, hat es wahrscheinlich noch nie gegeben in der Bundesliga." Er sorgt sich, dass die laufenden Gespräche Auswirkungen auf die Motivation seiner Schützlinge haben könnten - vor allem bei denjenigen, denen möglicherweise signalisiert wird, dass sie in den Planungen für den "DHC Rheinland" keine Rolle spielen. Auf der anderen Seite begrüßt er den Zeitpunkt der Gespräche: "Wir können nicht bis Ende Februar warten, bis dahin haben unsere Leistungsträger vielleicht schon das Weite gesucht." Bis dahin hat die neue GmbH Zeit, ihre Wirtschaftlichkeit gegenüber der Handball-Bundesliga (HBL) nachzuweisen.

Lieven ist sich der Problematik bewusst: "Wir wollen in den Gesprächen die Motivation vermitteln, die die Jungs brauchen, um im Abstiegskampf zu bestehen. Unsere Zielsetzung, wirtschaftlich wie sportlich, bleibt auf jeden Fall der Klassenerhalt in der Ersten Liga." Da kämen zwei Punkte bis zum Beginn der EM-Pause nicht ungelegen — nächstes Spiel ist am Sonntag (15 Uhr) beim SC Magdeburg.

(RP)