Handball Zeitstrafe kostet TVK die Siegchance

Korschenbroich · Bis zur 54. Minute hält Handball-Drittligist in Hagen mit, am Ende heißt es 26:30

 Mit 12/5 Toren bester Werfer beim TVK: Michel Mantsch.

Mit 12/5 Toren bester Werfer beim TVK: Michel Mantsch.

Foto: TVK/J. Hering

Lars Hepp atmete tief durch nach den sechzig Minuten am Freitagabend vor 900 Zuschauern in der Enervie-Arena: "Das war ein ganz enges Ding, das wir noch gewonnen haben", meinte der Trainer des VfL Eintracht Hagen nach dem 30:26-Sieg (Halbzeit 16:17) des Handball-Drittligisten über den TV Korschenbroich.

In der Tat, bis der "Arbeitssieg" (Hepp) feststand, musste der durch die Krefelder 27:30-Niederlage gegen den TuS Ferndorf wieder auf Platz eins vorgerückte Aufstiegsanwärter gehörig zittern. Denn nur eine Woche nach der blamablen Vorstellung bei der 21:23-Heimniederlage gegen Aufsteiger Soester TV setzten die Korschenbroicher die von Ronny Rogawska geforderte "Weiterentwicklung" in die Tat um: "Wir haben heute ein richtig gutes Spiel und uns gegen eines der Top-Teams der Liga super präsentiert," kommentierte der Trainer die Leistungssteigerung seiner Schützlinge.

Die über weite Strecken zumindest gleichwertig waren, zur Pause sogar mit 17:16 führten. Dass sich der TVK danach nicht weiter absetzen konnte, lag an dem nach Wiederbeginn eingewechselten Max Conzen zwischen den Hagener Torpfosten. "Max hat wirklich ein überragendes Spiel abgeliefert", lobte auch Hepp seinen Torhüter, während sich Rogawska ärgerte: "In der Phase nach der Pause hätten wir wegziehen können, vielleicht auch müssen." So blieb die Partie eng bis in die Schlussphase hinein. Doch nachdem Michel Mantsch, am Ende mit 12/5 Toren bester Werfer, in der 54. Minute zum 25:25 ausgeglichen hatte, kippte das Spiel innerhalb von gerade mal zwei Minuten. Die verbrachte Justin Müller auf der "Strafbank", und die Überzahl nutzten die Hausherren, um sich bis auf 28:25 abzusetzen. "Wir haben da einfach nicht geduldig gespielt und auch das Rückzugsverhalten stimmte nicht mehr", kritisierte Rogawska, der aber insgesamt zufrieden mit dem Auftritt war: "54 Minuten haben wir hier ein tolles Spiel gemacht, da können wir viel Positives mitnehmen."

Jetzt warten drei Heimspiele in Folge auf die Korschenbroicher: Bereits am Freitag (20 Uhr) stellt sich der durch seine Heimniederlage gegen Ferndorf entthronte Spitzenreiter HSG Krefeld in der Waldsporthalle vor. Am 1. November (Samstag, 19.30 Uhr) steht dann das vorgezogene Kreis-Duell gegen den Neusser HV auf dem Programm, eine Woche später kommt Aufsteiger Eintracht Wiesbaden. "Alles keine einfachen Spiele", sagt Rogawska, "ich hoffe, dass uns dabei viele Zuschauer unterstützen."

(-vk)
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