Seligsprechung der Therese von Wüllenweber: Zeichen der Verbundenheit

Seligsprechung der Therese von Wüllenweber: Zeichen der Verbundenheit

"Selige Schwester Maria von den Aposteln - bitte für uns!" Genau auf den Tag jährt sich am Montag zum 35. Mal die Seligsprechung der Therese von Wüllenweber, Mitbegründerin der Salvatorianerinnen, die im Alter von 56 Jahren den Ordensnamen Schwester Maria von den Aposteln annahm. Am Sonntag wurde ihrer in einem feierlichen Gottesdienst in St. Andreas gedacht. Prälat August Peters weihte die Tafel ein, die an Therese von Wüllenweber erinnert. NGZ-Foto: L. Berns

"Selige Schwester Maria von den Aposteln - bitte für uns!" Genau auf den Tag jährt sich am Montag zum 35. Mal die Seligsprechung der Therese von Wüllenweber, Mitbegründerin der Salvatorianerinnen, die im Alter von 56 Jahren den Ordensnamen Schwester Maria von den Aposteln annahm. Am Sonntag wurde ihrer in einem feierlichen Gottesdienst in St. Andreas gedacht. Prälat August Peters weihte die Tafel ein, die an Therese von Wüllenweber erinnert. NGZ-Foto: L. Berns

Im Anschluss an die Heilige Messe enthüllte Prälat August Peters links neben dem Turmportal des Gotteshauses eine von Werner Franzen (Bergisch-Gladbach) geschaffene Bronzetafel mit dem Bildnis der Seligen. Es war ein sonniger Feiertag für die katholische Kirchengemeinde St. Andreas wie auch für die Salvatorianerinnen, die eine Delegation unter Provinzialoberin Schwester Helena nach Korschenbroich entsandt hatten.

Die Fahnenabordnungen der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft und der St. Katharina Junggesellen-Bruderschaft trugen ebenso zu einem festlichen Rahmen bei wie der Kirchenchor, der die beeindruckende Messe in e-moll von Anton Bruckner sang.

Pfarrer Alois Müller, von dem die Idee für eine Erinnerungstafel an die Korschenbroicherin ausgegangen war, begrüßte zudem mehrere Mitglieder der Familie von Wüllenweber, die bis heute auf Schloss Myllendonk lebt. Dort wurde am 19. Februar 1833 als älteste von fünf Schwestern auch Therese von Wüllenweber geboren. In St. Andreas ging sie zur Erstkommunion, wie die Kirchenbücher vermerken.

Von Mission und Apostolat ging für die junge Frau eine große Faszination aus, so Pater Hermann Preußner in seiner Festpredigt. Doch es sollte Jahrzehnte dauern, bis sie den für sie richtigen Weg fand. Sechs Jahre bei den Sacre-coeur-Schwestern und Pläne für ein Missionsinstitut in Neuwerk, die an Bismarcks Kulturkampf scheiterten, blieben Intermezzi.

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Dann begegnete die inzwischen über Fünfzigjährige Franziskus Maria vom Kreuz, dem Gründer der Apostolischen Lehrgesellschaft, der späteren Gemeinschaft des göttlichen Heilands (Societas Divini Salvatoris), genannt Salvatorianer.

Maßgeblich war sie in der Folgezeit an der Gründung eines weiblichen Ordenszweiges beteiligt, dessen Generaloberin sie wurde. In der Weihnacht des Jahres 1907 verstarb die schwer an Asthma Leidende 74-jährig in Rom und wurde am 13. Oktober 1968 von Papst Paul VI. selig gesprochen.

"Was kann Schwester Maria von den Aposteln uns heute sagen?", fragte Pater Preußner und hob die Visionen dieser Frau und ihre Treue zum schließlich erwählten Lebensweg hervor. Zugleich könne Therese von Wüllenweber, die erst mit 55 Jahren Ordensfrau wurde, Frauen in der Lebensmitte Mut machen, nach Jahren der Kindererziehung einen Neuanfang zu wagen und schlummernde Talente zu wecken.

Zwischen den Salvatorianerinnen, die mit rund 1.300 Schwestern in 27 Ländern weltweit vertreten sind, und der Adelsfamilie von Schloss Myllendonk bestehen bis heute herzliche Kontakte, wie Schwester Helena und Elke Freiin von Wüllenweber bestätigen. Der 5. September, der Festtag der Ordensgründerin, wird oft gemeinsam begangen, und die Novizinnen der Kongregation besuchen gern das Schloss samt Kapelle bei Herrenshoff. Nun würdigt die Pfarre St. Andreas Therese von Wüllenweber mit diesem sichtbaren Zeichen der Verbundenheit. susa

(NGZ)
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