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Fußball: Wuppertal besetzt die Rolle des Topfavoriten

Fußball : Wuppertal besetzt die Rolle des Topfavoriten

Am Wochenende nimmt die Fußball-Oberliga ihren Spielbetrieb auf. Kray, TuRu Düsseldorf und Jahn Hiesfeld heißen die Herausforderer.

In der Premierensaison der Fußball-Oberliga Niederrhein hatte sich der KFC Uerdingen in gnadenloser Manier mit einem Vorsprung von am Ende 23 Punkten (!) auf den Vizemeister TuRU Düsseldorf den Titel geholt. Auch wenn für die bereits heute Abend mit der Partie ETB SW Essen gegen den MSV Duisburg II (19 Uhr, Stadion Uhlenkrug) beginnende Spielzeit 2013/14 wirklich niemand mit einem erneuten Solotanz an der Spitze rechnet, haben alle Experten den nach Insolvenz aus der Regionalliga abgestiegenen Wuppertaler SV auf der Rechnung.

Auch für Ingmar Putz, Trainer des durchs Hintertürchen zurück in die Liga geschlüpften SV Uedesheim, ist der Fall sonnenklar: "Wird Wuppertal nicht Meister, wäre das eine Überraschung." Die Truppe von Trainer Peter Radojewski ist gespickt mit erfahrenen Regionalliga-Kickern (Bemben, Jasmund, Manstein, Schurig) und dürfte den KFC als Zuschauermagnet ablösen. Trotz Abstieg konnte der ehemalige Bundesligist zur Saisoneröffnung an die 1700 Fans im legendären Stadion am Zoo begrüßen.

Ganz nah dran an den Bergischen, deren Etat bei 800 000 Euro liegen soll, sind Regionalliga-Absteiger FC Kray, TuRU Düsseldorf und Jahn Hiesfeld. Nicht wenige Fachleute sind der Meinung, Kray sei personell sogar besser bestückt als in der vergangenen Saison. Der neue Trainer Christoph Klöpper ist indes vorsichtig. Er sieht neben Wuppertal und Hiesfeld auch den SV Hönnepel-Niedermörmter bestens aufgestellt. "Ob es für uns zum direkten Wiederaufstieg reicht, weiß ich nicht." TuRU Düsseldorf hat derweil seinen Kader energisch verjüngt. Voll ins Konzept von Trainer Frank Zilles passen die beiden Kapellener Benny Schütz (22), der Spielmacher Sebastian Schweers (nach Baumberg) beerben soll, und Patrick Becker (23). Hiesfeld hat seine Mannschaft mit der Verpflichtung von Danny Rankl (im Vorjahr 23 Tore für Sonsbeck) weiter veredelt. Stark genug für einen Platz weit oben in der Tabelle sind zudem die Sportfreunde Baumberg und der ETB SW Essen.

Ans andere Ende des Klassements ordnet die Liga neben den Aufsteigern RW Essen II, VfB Hilden und PSV Wesel-Lackhausen auch Sonsbeck, Uedesheim und Bösinghoven ein. Sonsbecks Trainer Horst Riege ist sich sicher, "dass zehn bis elf Mannschaften um den Klassenverbleib kämpfen werden". Putz erwartet ein enges Rennen, "in dem es am Ende auf das Torverhältnis ankommen kann". Vor einer höchst interessanten Saison dürfte der VfL Rhede stehen. Unter Trainer Manuel Jara erlebte der Klub als Tabellendritter das ertragsreichste Jahr der Vereinsgeschichte, doch der Erfolgscoach (zum 1. FC Bocholt) ist inzwischen ebenso von Bord gegangen wie große Teile des Teams. Sein Nachfolger Javier Garcia Dinis ist damit die Aufgabe zugefallen, gleich 13 neue Spieler zu integrieren. Vor einer ähnlich großen Herausforderung steht beim SC Kapellen Kollege Chiquinho, der erlesenes Personal wie Benny Schütz, Patrick Becker, Robert Niestroj und Stefan Offermann zu ersetzen hat. Ob das gelungen ist und was sich der SV Uedesheim vorgenommen hat, erfahren Sie in der morgigen Ausgabe.

(NGZ)