Jüchen : Wirtschaft bekommt Förderer

Die Verwaltung will eine neue Stelle für die Wirtschaftsförderung schaffen. Die Fraktionen im Rat begrüßen das. Im Sommer könnte der Posten besetzt werden. Zu den Aufgaben zählt die Vermarktung des neuen Gewerbegebiets.

Kontaktfreudig und mit Erfahrung im Beruf – so wünscht sich Bürgermeister Harald Zillikens den neuen Wirtschaftsförderer für die Gemeinde Jüchen. Im Sommer soll der Ansprechpartner für lokale Unternehmen eingestellt werden. Zu seinen wichtigsten Aufgaben wird die Mitarbeit am Einzelhandelskonzept zählen, das derzeit erstellt wird. Die Fraktionen im Gemeinderat begrüßen, dass die neue Stelle geschaffen wird. Vorher muss aber noch der Kreis zustimmen.

Der Wirtschaftsförderer, der auf einer vollen Stelle arbeiten wird, ersetzt ein Provisorium in der Verwaltung: Zurzeit kümmern sich drei Mitarbeiter nebenbei um die Wirtschaft. "Es ist gut, diese Aufgabe künftig zu konzentrieren, anstatt sie auf viele Köpfe zu verteilen", sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Holger Tesmann. Schließlich sei die Förderung der Wirtschaft eine Investition, von der man hoffen könne, dass sie zu Einnahmen in der knappen Gemeindekasse führe. Die SPD fordere schon seit Jahren, die Stelle zu schaffen. Der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands, Christoph Schmitz, hält die Wirtschaftsförderung generell für "sehr sinnvoll". Auch Norbert und Jürgen Wolf, die bislang mit dieser Aufgabe betraut waren, hätten sehr gute Arbeit geleistet. "Es zählt, was dabei herauskommt", sagt Schmitz.

Der Haushaltsentwurf sieht die zusätzliche Stelle vor, obwohl insgesamt eine weniger etatiert ist. "Wir werden Dinge in der Verwaltung umschichten", sagt Bürgermeister Zillikens. Amtsleiter Jürgen Wolf, der derzeit in der Wirtschaftsförderung arbeitet, soll auch weiter für den Bereich zuständig sein.

Zillikens sieht viele Aufgaben für den neuen Ansprechpartner der Firmen. "Ein Schwerpunkt ist die Vermarktung des neuen Gewerbegebiets an der Robert-Bosch-Straße", sagt er. Die ist eng verknüpft mit dem Einzelhandelskonzept, das derzeit erstmals erstellt wird. Hier wünscht sich Harald Zillikens vom Wirtschaftsförderer "intensive Mitarbeit".

Auch für bestehende Firmen soll er sich einsetzen. "Er soll Ansprechpartner sein für ansässige Sorgen", sagt Zillikens, etwa bei baurechtlichen Fragen. Ein weiterer wichtiger Punkt sei der demografische Wandel. "In vielen Firmen stehen Besitzerwechsel an", sagt Zillikens. "Da muss Unterstützung geleistet werden."

Noch kann die Stelle nicht ausgeschrieben werden, weil der Haushalt noch verabschiedet werden muss. Am 21. März entscheidet der Gemeinderat über den Entwurf, anschließend muss der Kreis zustimmen – weil Jüchen noch Nothaushaltskommune ist. Dann kann die Stelle ausgeschrieben werden. Das soll im Sommer erfolgen.

(NGZ)