Jüchen : Wir finden Schule toll!

Die Schule hat begonnen. Vier Erstklässler aus vier Jüchener Grundschulen sprechen über ihre ersten zwei Wochen als Schulkinder. Was der Schulpsychologische Dienst rät, wie Eltern die Schulneulinge optimal unterstützen.

Die Schultüte ist ausgepackt, die Süßigkeiten sind gegessen und die neuen Buntstifte sind schon ein paarmal gespitzt worden: 216 Jungen und Mädchen sind in der zweiten September-Woche an fünf Jüchener Grundschulen eingeschult worden. Für sie beginnt eine Zeit voller Umstellungen.

Wie Eltern jetzt helfen können, weiß Jutta Bellen, Leiterin des Schulpsychologischen Dienstes im Rhein-Kreis Neuss: "Die Schule stellt für Kinder einen neuen, eigenen Lebensabschnitt dar. Die Eltern geben den Rahmen vor, die Kinder müssen diesen füllen." Wichtig sei die Balance zwischen Selbstständigkeit und Begleitung: "Die Erstklässler sollten möglichst früh den Schulweg alleine zurücklegen und auch die Hausaufgaben selbst erledigen." Verzichten sollten Eltern auf Hinweise zu eigenen Noten oder Kommentare wie "das ist ja ganz einfach".

Was vier Erstklässler schon gelernt und erlebt haben: Adam Küster aus Hochneukirch besucht die Klasse 1a der Janusz-Korczak-Schule in Otzenrath. Der Sechsjährige hat neben seinen Kindergartenfreunden bereits viele neue Freunde gefunden. Was ihm Spaß macht: "Fußball, Basketball oder Spiele in der Bauecke."

Auch Celina Müller (6) fühlt sich in der Klasse 1a der Jüchener Grundschule In den Weiden wohl: Sie ist in derselben Klasse wie ihre Freundin Lina, hat aber auch neue Freundschaften geknüpft. Was sie geschafft hat: Schreibübungen an der Tafel. Was der Sechsjährigen weniger gefällt: "Früh aufstehen. Manchmal bin ich morgens noch müde." Dass der Wecker nicht pünktlich klingelt, hat auch Hendrik Scho (6) aus Bedburdyck schon erlebt. Er besucht die Biberklasse der Lindenschule und ihm gefällt "eigentlich alles" am Unterricht, am meisten Rechnen und Basteln. Jetzt hofft er, "bald lesen und schreiben zu können wie meine Geschwister". Buchstaben und Zahlen hat auch Ana Winkler, die bald sieben wird, schon gemalt: "Ich freue mich bald, Englisch zu lernen. Die Hausaufgaben finde ich einfach." In der 1c der Stessener Lindenschule sitzen neben Ana viele Freunde aus dem Kindergarten. Was der sportbegeisterten Erstklässlerin weniger gefällt: "Frühe aufzustehen als für den Kindergarten und pünktlich zu sein."

Dass Schüler auf die Frage "Was habt ihr in der Schule gemacht" oft knapp antworten, sollte Eltern nicht irritieren: "Geben Sie ihnen Zeit und Raum zum Erzählen, zum Lernstand sollten Sie aber die Lehrer befragen", rät Jutta Bellen.

(NGZ)