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Lokalsport: Wintersport-Stars als Werbeträger

Lokalsport : Wintersport-Stars als Werbeträger

Ab Januar 2012 werden Olympiasiegerin Rosi Mittermaier sowie Christian und Felix Neureuther für drei Jahre das "Gesicht" der RheinLand-Versicherungsgruppe. Gestern unterschrieb die sympathische Skisport-Familie aus Garmisch-Partenkirchen in der Neusser Skihalle den Vertrag.

Nach einer deftigen Brotzeit in einer der urigen Hütten im mächtigen Bauch der Neusser Skihalle zog Christian Neureuther seinen handlichen Apple-Laptop aus der Reisetasche. Die Bilder vom Heli-Skiing in Alaska, bei dem sich Skifahrer mit einem Helikopter auf einen Berg fliegen lassen, um von dort durch unberührten Tiefschnee abzufahren, zauberte ein fast schon entrücktes Lächeln auf das Gesicht des Stars. "Als wenn Brillanten über den Schnee fliegen", schwärmte er. Der Mann versteht es, seine Zuhörer in den Bann zu ziehen.

Genau aus diesem Grund hat die RheinLand-Versicherungsgruppe den 62-Jährigen, seinen Sohn Christian (27) sowie Ehepartnerin Rosi Mittermaier, die bei den Olympischen Winterspielen 1976 in Innsbruck Gold in der Abfahrt und im Slalom sowie Silber im Riesenslalom geholt hatte, als sogenannte Testimonials exklusiv unter Vertrag genommen.

Für drei Jahre ziert die prominente Familie sämtliche Image- und Produkt-Publikationen der RheinLand. Zudem wirbt das Unternehmen im Internet mit den Vorzeigebayern, geplant sind ferner repräsentative Auftritte bei Tagungen und Messen.

Gestern gehörte die Bühne vor allem Felix Neureuther. Der 27-Jährige, der nach überstandener Schulterverletzung morgen in Zermatt mit seiner Saisonvorbereitung beginnt ("Das ist für mich ein erster Härtetest."), stellte in Neuss die von Horst Lutz entwickelte Trainingsform "Life Kinetik" vor. Die Übungen zur Konzentration und Koordination aktivieren gleichzeitig mehrere Gehirnhälften.

Ein Konzept, das mittlerweile auch Jürgen Klopp, Trainer des Deutschen Fußballmeisters Borussia Dortmund überzeugt hat. "Der Life Kinetik gehört die Zukunft", ist sich Neureuther sicher. Profitieren sollen davon jedoch nicht nur Leistungssportler, sondern vor allem Kinder und Senioren. Neureuther: "Grundsätzlich schafft jeder Erwachsene seine täglichen Aufgaben leichter, wenn er regelmäßig sein Gehirn in Verbindung mit Bewegung schult."

Dass das Training außerdem jede Menge Spaß machen kann, bewies der Skirennläufer, der in dieser Saison die Spitze im Weltcup angreifen will, gestern bei einer lockeren Übungsstunde mit Auszubildenden der RheinLand-Gruppe. Dass die Teilnehmer dabei am Anfang fast immer schlecht aussehen, ist Teil des Vergnügens. Der mit einem Augenzwinkern angebrachte Hinweis an die weiblichen Probanden, "dadurch wird das Einparken leichter", brachte dem Ex-Weltmeister indes einen Tadel seiner Mutter ein.

Vater Neureuther zeigte derweil trotz der deprimierenden Bilder von der verpassten Olympiabewerbung Münchens (für 2018 erhielt Pyeongchang den Zuschlag) ungebrochenes Selbstbewusstsein: "Von den Bayern könnt's Ihr was lernen."

Info Im Verlag nymphenburger ist das Buch "Mein Training mit Life Kinetik" von Felix Neureuther erschienen.

(NGZ)