Lokalsport: Winter schiebt den Fußball kalt ins Abseits

Lokalsport: Winter schiebt den Fußball kalt ins Abseits

Schneeflöckchen, Weißröckchen, das Adventswetter lässt die Kicker nicht nur in den Kreisligen schier verzweifeln. Den Teams droht eine kurze Winterpause.

Seit Anfang Dezember sorgt die Wetterlage auch im Rhein-Kreis immer wieder für Spielabsagen. Für den kommenden Spieltag mussten wiederum zwei Partien der Fußball-Kreisliga A gestrichen werden.

Schnee, Regen und kalte Temperaturen machen die strapazierten Plätze der Kreisligisten unbespielbar. Gerade bei den Teams, die sich noch mit einem Aschenplatz herumschlagen müssen, ist die Ausfallquote hoch - doch selbst die Kunstrasenplätze bleiben teilweise für den Spielbetrieb gesperrt. So kommt es dazu, dass sowohl der SVG Grevenbroich als auch der TuS Hackenbroich im Dezember kein Spiel bestritten haben. Die gestrige Partie von Genclerbirligi in Delrath wurde gecancelt. "Der Platz ist so durchweicht, dass er nicht markiert werden kann", sagt Delraths Trainer Frank Korsten. Auch das Heimspiel von Hackenbroich gegen die DJK Novesia, das für heute Abend angesetzt war, wurde bereits gestern abgesagt. Für die betroffenen Mannschaften bedeutet dies, dass die Rückserie schon Anfang Februar startet und nicht wie geplant erst im März. "Das wird eine chaotische Vorbereitung. Eigentlich wollten wir erst Mitte Januar starten", so Hackenbroichs Trainer Nils Heryschek. Auch Erkan Akan, Coach des SVG Grevenbroich, sieht keine optimalen Bedingungen. "Wir müssen wohl schon direkt nach Weihnachten mit der Vorbereitung anfangen", sagt er: "Wir weichen auf Soccerhallen und Schwimmbäder aus."

Dass die Saison wieder mal bis kurz vor Weihnachten geht, stößt bei Heryschek auf Unverständnis: "Das ist ein Planungsproblem vom Kreis. Ich verstehe nicht, wieso man so weit in den Winter hineinspielt." Machbar wäre eine Anpassung des Spielplans durchaus, da der Kreis frei entscheiden darf. Allerdings ist der Winter in diesem Jahr auch extrem früh dran - in den vergangenen Spielzeiten war die Quote der Spielabsagen im Dezember deutlich geringer.

Die heutigen Partien in Kaarst und Delhoven stehen derweil noch auf der Kippe. Die Entscheidung fällt wohl erst im Laufe des Tages. "Wir würden gerne spielen. Momentan liegt die Chance bei 50:50", so Delhovens Trainer Dennis Kessel zur Partie gegen Weißenberg. Dass Kaarst II den 1. FC Grevenbroich-Süd empfängt, ist realistisch. Kaarst hat einen guten Kunstrasenplatz. Allerdings gibt Trainer Igor Fafenrot zu bedenken: "Dienstag war der Platz noch gesperrt."

Eine Entscheidung für alle am Wochenende anstehenden Partien wird es wohl frühestens am Freitag geben. Reinhold Dohmen, Vorsitzender des Fußballausschusses im Kreis 5, sitzt auch im Fußballausschuss des Fußballverbandes Niederrhein (FVN). Er erklärt: "Wenn die Kunstrasenplätze bespielbar sind, gibt es keine generelle Absage." Er sagt indes auch: "Grundsätzlich bevorzugen wir eine generelle Absage, um die Chancengleichheit zu wahren." Der Kreis Wuppertal hat bereits alle Spiele gestrichen.

(NGZ)