Verkehrslärmproblematik in Jüchen: Wimmer attackiert Lienenkämper

Verkehrslärmproblematik in Jüchen : Wimmer attackiert Lienenkämper

Jüchen (S.M.) Mit seinen scharfen Attacken zur Verkehrslärmproblematik hatte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer in den vergangenen Monaten ganz auf die Gemeinde Jüchen und Bürgermeisterin Margarete Kranz konzentriert.

Jüchen (S.M.) Mit seinen scharfen Attacken zur Verkehrslärmproblematik hatte sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer in den vergangenen Monaten ganz auf die Gemeinde Jüchen und Bürgermeisterin Margarete Kranz konzentriert.

Die Hoffnung Wimmers, dass der Rhein-Kreis Neuss und das Landesverkehrsministerium in seinem Sinne tätig werden und straßenverkehrsrechtliche Maßnahmen ergreifen könnten, ist inzwischen stark gesunken, wie ein scharfer Brief an NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper deutlich macht. Wimmers Hauptproblem ist der durch die Ansiedlung von Polo angewachsene Motorradverkehr. Er kritisiert, dass die Polizei keine Kontrollen vornehme und der Rhein-Kreis Neuss "sich taub stellt, was die durch Polo verursachten Probleme" angehe. Weder die Gemeinde noch der Kreis nähmen Lärmuntersuchungen in Gierath oder an der Bundesstraße 59 in Jüchen vor: "Mir ist sehr bewusst, dass damit durch den Kreis Neuss jeder Einstieg in schadensersatzrechtliche Konsequenzen von vornherein torpediert werden soll."

Willy Wimmer ist es "unerklärlich, warum wegen der Lage von Polo an der Autobahnabfahrt der A46 nicht jeder Motorradverkehr aus Gierath oder Jüchen durch Sperrung der Straßen herausgenommen wird. Jeder der Polo anfahren will, kann Polo ohne zusätzliche Fahrkilometer über die um Jüchen verlaufenden Autobahnen erreichen", schreibt Wimmer an seinen Parteifreund Lienenkämper.

Und legt noch eine gehörige Schippe drauf: "Hinsichtlich der Autobahn liegt Polo günstig und gerade deshalb muss man sich fragen, warum durch die ignorante Einstellung der Gemeinde Jüchen über den Kreis bis zu Ihnen selbst die Menschen in Jüchen so im Übermaß belastet werden sollen." Während des Behördentermins im Vorfeld des Lenny-Kravitz-Konzerts sei der Eindruck erweckt worden, "für alle Argumente offen zu sein", so Wimmer. In einem Brief an eine Jüchener Bürgerin habe das Landesverkehrsministerium demgegenüber wissen lassen, "dass alles beim Alten und zu Lasten der Menschen bleiben soll", heißt es in Wimmers Schreiben.

Abschließend greift er Lutz Lienenkämper an: "Vielleicht wissen Sie aus Ihrer Zeit als Fraktionsvorsitzender im Kreistag ja besonders gut, was man bei der Ansiedlung von Polo so alles im Auge hatte oder nicht."

(RP)
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