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Jüchener Martinsmarkt: Wieder einmal Hochbetrieb

Jüchener Martinsmarkt : Wieder einmal Hochbetrieb

Martinsmarkt in der Bürgerhalle zog Schaulustige und Kaufwillige an.

Jüchen (S.M.) Lädt die Gemeinde Jüchen zu ihrem traditionellen Martinsmarkt in die Bürgerhalle an der Rektor-Thoma -Straße, dann ist Hochbetrieb garantiert. Erneut nutzten am Sonntag Hobbykünstler die Gelegenheit, den überaus zahlreich in die Halle strömenden Besuchern ihre handgefertigten Arbeiten zu präsentieren — und sie natürlich auch zu verkaufen. Das Spektrum reichte einmal mehr von selbst gebastelten Adventsgestecken über Schmuck, Spielzeug und Accessoires. Auch Strick - und Häkelarbeiten waren in dem reichhaltigen Angebot vertreten, ebenso Nistkästen für Vögel.

Seit mittlerweile vier Jahren beim Martins-, aber auch dem Ostermarkt der Gemeinde zu Gast, ist Anni Müller von der Ökumenischen Tschernobyl-Hilfe aus Büttgen. Gemeinsam mit Natascha Yaroslavtsava verkaufte sie am Sonntag ausschließlich Artikel aus Weißrussland, das besonders stark von der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl betroffen war. Kleine Ikonen, bunt bemalte Weihnachtsglocken, Schmuck, aber auch die beileibe nicht nur bei Kindern beliebten Matrjoschkas — ineinander schachtelbare Holzpuppen — hatten die beiden im Angebot. "Der Erlös ist komplett für die Weihnachtspakete bestimmt", die Anni Müller zufolge demnächst nach Weißrussland versandt werden sollen.

Caféteria mit Verlosung

Gleichfalls zum "harten Kern" der Aussteller gehören Elsbeth Mettmann und Ingrid Eberhard: Die beiden haben vor knapp 20 Jahren gemeinsam einen Zeichenkurs besucht und sich der Aquarellmalerei verschrieben, seit sie seinerzeit an einem Folgekurs teilnahmen. Ihr Hobby nehmen die beiden sehr ernst, gemeinsam mit anderen Malerinnen haben sie einen Raum in Garzweiler gemietet, wo sie sich ungestört der Malerei widmen können. Beim Martinsmarkt waren sie mit insgesamt rund 30 Aquarellbildern vertreten, wobei Landschaftsdarstellungen einer der Schwerpunkte waren.

Für das leibliche Wohl der Gäste sorgte das Caféteria-Team um Dagmar Coenen. Hatte der Bauhof für die Caféteria zunächst nur acht Tische aufbauen wollen, befand Dagmar Coenen , dass dies entschieden "zu wenig" sei, womit sie angesichts des bemerkenswerten Ansturms auf Kaffee und Kuchen recht behalten sollte. Erstmals gab es in der Caféteria auch eine Verlosung, bei der gut 100 Preise zu gewinnen waren. Der Reinerlös der Caféteria ist wieder für den Verein "dolphin aid" bestimmt, der sich der Delphintherapie für behinderte Kinder widmet. Dagmar Coenens Tochter hat diese Therapie 2007 im südamerikanischen Curacao erfolgreich in Anspruch genommen, wobei Dagmar Coenen bedauert, dass sie im Grunde nur dort oder in Florida angeboten werde.

In den vergangenen Jahren seien bei der Caféteria jeweils 600 bis 700 Euro für "dolphin aid" zusammengekommen. Angesichts der gestrigen Resonanz dürfte der Erlös des jetzigen Martinsmarkts dahinter nicht zurückstehen.

(RP)