Korschenbroich: Wie Pfingstrosen richtig wachsen

Korschenbroich: Wie Pfingstrosen richtig wachsen

Zum Pfingstfest Mitte Juni werden keine heimischen Pfingstrosen mehr blühen. Die warme Witterung hat der Staude ordentlich zugesetzt. Damit der Pfingstrosen-Zauber im kommenden Frühjahr wieder in voller Pracht erstrahlt, hält der Gartenbau-Ingenieur Stephan Tetzlaff wertvolle Tipps parat.

Über zehn Monate arbeitet Stephan Tetzlaff auf sein Ziel hin — und dann ist die farbige Pracht der Pfingstrosen innerhalb weniger Wochen verblüht. Das Wetter entscheidet letztlich über die Dauer der Blüte. "Im vergangenen Jahr war es der Staude ganz klar zu kalt, in diesem Jahr war es viel zu warm", sagt der Gartenbau-Ingenieur aus Pesch. Stephan Tetzlaff (48) zählt mittlerweile über 500 verschiedene Sorten zu seiner Zucht an der Kleinenbroicher Straße.

Was macht den Charme der Pfingstrose aus? "Die wuchtige Fülle und die leichte Eleganz stehen für die Pfingstrose. Kaum einer Pflanze gelingt es besser, diese Gegensätze so harmonisch zu vereinen", schwärmt Stephan Tetzlaff.

Wie lange dauert der PfingstrosenZauber an? Für etwa acht bis neun Wochen darf sich der Gartenfreund in der Regel über die Blütenpracht freuen. Allerdings ist für Tetzlaff dabei immer die Witterung entscheidend: "In diesem Jahr verkürzt die extreme Wärme die Blütezeit."

Was muss der Pfingstrosen-Liebhaber tun, damit seine Staude auch künftig gut gedeihen kann? Wenn die Pfingstrose abgeblüht ist, sollte sie mit einem Messer vom Stil abgetrennt werden. Zudem sollten die Blütenblätter von den Laubblättern abgesammelt werden. Bei Regen kleben sonst die Blütenblätter auf der Pflanze fest. Dann fängt das Ganze an zu faulen.

Muss das Blattwerk schon jetzt gestutzt werden? "Nein. Erst im Herbst, wenn das Laub welk wird", sagt Stephan Tetzlaff. Das ist für ihn Mitte September. "Die Pflanze muss im Sommer ja noch leben."

Müssen Pfingstrosen in den Wintermonaten mit Rindenmulch abgedeckt werden? Nein. Die Staude ist absolut frostfest. Die ganzen Vegetationspunkte liegen schließlich unter der Erde.

Wann ist die beste Pflanzzeit für eine neue Staude? Getopft, solange es nicht friert, das bedeutet, sie kann ganzjährig gepflanzt werden. Und ansonsten, wenn es sich um wurzelnackte Ware handelt, ist sie direkt vom Feld zu pflanzen. Die ist dann im Herbst.

Wo gedeihen Pfingstrosen am besten? Die Pflanzen bevorzugen schwerere Böden, vorausgesetzt es bestehen keine Bodenverdichtungen oder Staunetze. Das Wasser muss ablaufen können. Pfingstrosen lieben sonnige Standorte.

Welche Pflege braucht die Staude? Wenn sie einen vernünftigen Standort hat, ist sie pflegeleicht. Sie benötigt keinen Dünger. Es müssen lediglich die Bülten und im Herbst das Laub geschnitten werden.

Die Pfingstrose gilt als langlebig. Was bedeutet das? Das heißt, sie liebt einen Standort. Sie mag nicht umgepflanzt werden und kann so durchaus 50 Jahre und älter werden.

Was kostet die Pflanze? Die Stauden liegen in der Regel bei zehn Euro und die Baumpäonien fangen, je nach Sorte und Größe, bei gut 20 Euro an.

(NGZ)
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