Der Gubberather Plakatmaler Werner Berghoff: Wettlauf mit Bagger angenommen

Der Gubberather Plakatmaler Werner Berghoff : Wettlauf mit Bagger angenommen

Seine Hand mit all ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten ist wohl eine der gefragtesten rund um Gierath und Gubberath. Wenn immer es gilt, Dekorationen, kalligraphische Verzierungen, Zeichnungen oder Plakate jeglicher Art anfertigen zu lassen, steht dafür ein Name: Werner Berghoff, der wohl zurecht als Gierath-Gubberather Haus- und Hofmaler bezeichnet werden darf. Unzählige Arbeiten hat Werner Berghoff in den rund 25 Jahren, in denen er nun malt und dekoriert, geschaffen. Wolfgang Berghoff wird zurecht als Gierath-Gubberather Haus- und Hofmaler bezeichnet. NGZ-Foto: M. Reuter

Seine Hand mit all ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten ist wohl eine der gefragtesten rund um Gierath und Gubberath. Wenn immer es gilt, Dekorationen, kalligraphische Verzierungen, Zeichnungen oder Plakate jeglicher Art anfertigen zu lassen, steht dafür ein Name: Werner Berghoff, der wohl zurecht als Gierath-Gubberather Haus- und Hofmaler bezeichnet werden darf. Unzählige Arbeiten hat Werner Berghoff in den rund 25 Jahren, in denen er nun malt und dekoriert, geschaffen. Wolfgang Berghoff wird zurecht als Gierath-Gubberather Haus- und Hofmaler bezeichnet. NGZ-Foto: M. Reuter

Besonders bekannt sind da wohl die alljährlichen Bühnenbilder für die örtliche Karnevalsgesellschaft und den Bürgerschützenverein Gierath-Gubberath. Dass es zu diesem Engagement überhaupt gekommen ist, liegt an seinem eigenen Schützenkönigsjahr 1975/76. "Als Schützenkönig war ich, wie jeder meiner Vorgänger, für die Gestaltung der Residenz verantwortlich", erinnert sich Werner Berghoff. "Doch darüber hinaus gestaltete ich auf eigenen Wunsch die Bühne im Festzelt. Die Leute, die eine Bühnendekoration dieser Art nicht gewohnt waren, reagierten mit Begeisterung auf die Konzeption." Berghoff: "Im Dorf sprach es sich schnell herum, dass ich wohl ein Händchen für solche Arbeiten habe, fortan kamen Anfragen jeglicher Art."

Aber nicht nur Dekorationen galt es zu entwerfen, sondern auch kalligraphische Arbeiten sowie Aquarelle von Häusern, Bauernhöfen und Kirchen. Wie groß allein die Nachfrage nach seinen Aquarellbildern ist, zeigt die 30-malige Zeichnung der Gierather Dorfkirche. Da wundert es nicht, dass sich seine Fähigkeiten herumgesprochen haben, und er Anfragen aus dem ganzen Kreis Neuss erhält. "Viele Schützenvereine fragen nach, ob ich ihnen nicht die Bühne gestalten oder ein Vereinswappen entwerfen kann." Einige Arbeiten befinden sich gar in Amerika - in Florida. "Neusser Bekannte sind vor Jahren nach Amerika ausgewandert. Um ein Andenken an ihre Heimat mitzunehmen, baten sie mich, Obertor und Jesuitenhof zu malen." Gearbeitet wird fast nur zu Hause. "Das ganze Haus ist quasi mein Atelier, zum Leidwesen meiner Frau", sagt Berghoff.

Voranfertigungen seien vor Ort zu erledigen, um die richtige Perspektive zu treffen, doch die eigentliche Arbeit beginne dann in den eigenen vier Wänden. "Zur Hilfe dient mir ein Foto des zu malenden Objektes, da viele Details nicht in einer Skizze naturgetreu festgehalten werden können." Schon früh entdeckte der Gubberather sein Interesse für sein Hobby, das er dann später mit zu seinem Beruf machte: "Als kleiner Junge malte ich leidenschaftlich gern, als ich mich mit 14 Jahren entschied, eine Dekorationslehre zu beginnen, begleitete mich mein Hobby, da fortan die Malerei und in erster Linie die Kalligraphie mit zum täglichen Geschäft gehörten."

Glück hatte er zudem insofern, dass einer seiner Lehrer sein Talent für die Kalligraphie erkannte und ihn aus diesem Grunde protegierte. "Dieser Lehrer war es auch, der in mir eine Liebe zur Kunst des Schönschreibens weckte, die bis heute anhält." Dass sich diese Kunst zunehmend verflüchtigt und durch die Monotonie des technischen Schreibens ersetzt wird, bedauert Werner Berghoff sehr: "Nie käme ich auf die Idee, einen persönlichen Brief mit dem Computer zu schreiben, darin zeigt sich doch schon der erste Verlust der eigenen Kreativität."

Für die Zukunft hat sieh der Gubberather ein schon immer geplantes Projekt vorgenommen, das er jetzt, da er Rentner ist, verwirklichen kann. so möchte er alle Kirchen im Kreis Neuss malen, ein Vorhaben, das mit einigen Schwierigkeiten verbunden ist: "Ich befinde mich nahezu in einem Wettlauf mit dem Rheinbraunbagger, es wird sich zeigen, wer schneller ist." HDH

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