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Westdeutsche Einzelmeisterschaften: Jongen und Servaty im Finale

Tischtennis : Jongen und Servaty schaffen es ins Finale

Starker Auftritt der Akteure aus dem Rhein-Kreis Neuss bei den 72. Westdeutschen Tischtennis-Einzelmeisterschaften in Ochtrup.

Starker Auftritt der Kreisakteure im münsterländischen Ochtrup: Sowohl Miriam Jongen bei den Damen als auch Michael Servaty bei den Herren haben sich bei den Tischtennis-Landesmeisterschaften bis ins Finale vorgespielt. Beide kehrten am Ende mit der Silbermedaille zurück nach Hause. Servaty sicherte sich zudem Bronze im Doppel mit seinem Partner Thomas Pellny vom TTC RG Porz. Auch die drei weiteren Akteure aus dem Rhein-Kreis konnten mit ihrem Abschneiden zufrieden sein.

Für Miriam Jongen hat es zum Schluss wieder nicht ganz gereicht, um sich die WTTV-Krone aufzusetzen. Im Finale musste sich die Drittliga-Spielerin der DJK Holzbüttgen mit 0:4-Sätzen Anne Sewöster vom TuS Bardüttingdorf-Wallenbrück geschlagen geben. „Ich habe gegen sie nicht ins Spiel gefunden, hatte keine guten Antworten, weder im offenen Spiel noch auf Aufschläge“, so Jongen. Bis dahin spielte sie dominierend auf. An Nummer eins gesetzt, brauchte sie erst ab der K.o.-Runde ins Turnier einzugreifen. Hier setzte sie sich in 4:1-Sätzen gegen Mara Lamhardt aus Kleve durch. Im Viertelfinale traf sie dann auf ihre Mannschaftskollegin Lisa Scherring, gegen die sie keinen Satz abgab. Auch im Halbfinale gegen Hannah Schönau (TTC Mariaweiler) hatte sie beim 4:0-Erfolg keine Probleme. „Das war mein bestes Spiel, da war ich sehr fokussiert“, sagte Jongen, die insgesamt zufrieden mit ihren Leistungen war: „Ich habe ein gutes Turnier gespielt mit drei sehr überzeugenden Siegen. Ich freue mich jetzt auf die Deutschen Meisterschaften.“ Zu den Deutschen Meisterschaften, die im März im hessischen Wetzlar stattfinden, fährt auch Michael Servaty. Der Spitzenspieler der TG Neuss hat seine Setzung (Position drei) in Ochtrup noch übertroffen und sich ebenfalls bis ins Finale vorgespielt, in dem er dann gegen Gianluca vom Zweitligisten 1. FC Köln mit 1:4-Sätzen unterlag. „Gianluca war stark im Finale und hat verdient gewonnen“, sagte Servaty, der sich zuvor im Halbfinale in einem einstündigen „Krimi“ nach sieben langen Sätzen gegen Lennart Wehking vom 1. FC Köln behaupten konnte. „Ich musste in diesem Spiel Matchbälle abwehren. Das hat schon sehr geschlaucht. Insgesamt bin ich mit meiner Leistung hochzufrieden“, so Servaty.

Lisa Scherring spielte sich bei den Damen mit drei Siegen gegen Melinda Maiwald (TTV Hövelhof, 3:0), Pia Berger (DJK BW Annen, 3:1) und Petra Schoulen (TTC GW Fritzdorf, 3:2) als Gruppenerste ins Achtelfinale und hatte da keine Mühe, sich ohne Satzverlust gegen Jutta von Diecken vom SV Arminia Appelhülsen durchzusetzen. Die Auslosung sorgte dann dafür, dass es in der Runde der letzten Acht zum Duell mit Teamkollegin und Doppelpartnerin Miriam Jongen kam, in dem sich Jongen ohne Satzverlust behaupten konnte. „Diese Auslosung war natürlich richtig blöd. Ansonsten bin ich mit meinem Abschneiden im Einzel total zufrieden“, meinte Scherring, die sich aber über die verpasste Medaille im Doppel ärgerte. Da schied sie zusammen mit Jongen knapp im Viertelfinale aus. Gegen Melinda Maiwald und Hannah Schönau verlor das DJK-Duo im Entscheidungssatz mit 9:11.

Bei den Herren war auch der Neusser Tom Mykietyn am Start. Er schaffte den Sprung aus der Gruppe in das K.o.-Feld. Mykietyn verlor zunächst seine Auftaktpartie gegen Philip Brosch (TTC Post Hiltrop) in vier Sätzen, konnte danach aber die beiden folgenden Spiele gegen Jiaxing Guo (Borussia Düsseldorf) und Dennis Fischer (TTC RG Porz ) jeweils mit 3:1-Sätzen gewinnen. Anschließend musste er direkt gegen Zweitliga-Akteur Hermann Mühlbach vom TTC GW Bad Hamm ran, dem er zwar Sätze abnehmen konnte am Ende aber doch das Nachsehen hatte. „Ich bin schlecht ins Turnier gestartet, habe mich danach aber gefangen und konnte noch ganz gutes Tischtennis spielen. Pech hatte ich dann bei der Auslosung, da ich direkt gegen einen Zweitliga-Akteur spielen musste. Ich habe aber gekämpft und ein gutes Spiel gegen ihn abgeliefert“, sagte Mykietyn.