Lokalsport : „Weltklasse“ im Velodrom

(-vk) Querelen in der Szene und die Konkurrenz der Marathons in Hamburg und Bonn sind spurlos am City-Lauf vorbeigegangen: Wenn um 14.50 Uhr der Startschuss zur "reha team West & Otto Bock-Trophy" ertönt, wird die Elite der Handbiker erneut an der Startlinie stehen.

(-vk) Querelen in der Szene und die Konkurrenz der Marathons in Hamburg und Bonn sind spurlos am City-Lauf vorbeigegangen: Wenn um 14.50 Uhr der Startschuss zur "reha team West & Otto Bock-Trophy" ertönt, wird die Elite der Handbiker erneut an der Startlinie stehen.

"In diesem Rennen bieten wir wirklich Weltklasse", freut sich Cheforganisator Hans-Peter Walther über die Resonanz von rund 30 Top-Athleten aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. In Person von Edward Maalouf, dem zweifachen Bronzemedaillengewinner bei den Paralympics von Peking und Vorjahressieger in der Kategorie B (Lähmungsquerschnitt im Brustwirbelbereich) ist sogar ein Fahrer aus dem Libanon gemeldet.

Am schnellsten unterwegs über die 11 862 Meter sind naturgemäß die Fahrer, deren Lähmung erst im Lendenwirbelbereich beginnt. Genau in dieser Kategorie gibt es aber Ärger im Verband. Denn hier kommen zwei verschiedene Sportgeräte zum Einsatz - die einen treten im Liegen, die anderen im Knien in die Pedale.

Die Marathonveranstalter wollen ihre Rennen nur noch den Liegendfahrern öffnen. In Korschenbroich treten sie gegeneinander an: "Wir Fahrer haben damit kein Problem", sagt Michael Biermann, Mitglied im Otto-Bock-Team und Stammgast beim City-Lauf.

Sie haben ja nicht mal ein Problem damit, dass auch Nicht-Behinderte starten, so wie der Niederländer Roel Bruijn, der 2007 und 2008 in Korschenbroich gewann und auch kommenden Sonntag zum Favoritenkreis gehört. Härteste Konkurrenten des Streckenrekordlers sind seinLandsmann Johan Reekers und der Belgier Wim Decleir. Otto-Bock-Teamchef Torsten Purschke, Inhaber der Weltbestzeit über Marathon, ist Favorit bei den Liegendfahrern.

(NGZ)