"Uns fehlt eine komplette Stimme“, erklärt Vennen: Weihnachts-Einsingen vor dem Aus

"Uns fehlt eine komplette Stimme“, erklärt Vennen : Weihnachts-Einsingen vor dem Aus

Seit mittlerweile 26 Jahren wird das Weihnachtsfest auf dem historischen Marktplatz in Liedberg feierlich eingesungen. Zwischen 500 bis 600 Besucher konnten in den zurückliegenden Jahren stets bei dem einstündigen Treffen am späten Nachmittag unter freiem Himmel gezählt werden. Das traditionelle Weihnachts-Einsingen steht vor dem Aus: Wilfried Vennen hofft aber immer noch, dass sich Helfer und Mitwirkende für die Feierstunde am 24. Dezember melden.

Seit mittlerweile 26 Jahren wird das Weihnachtsfest auf dem historischen Marktplatz in Liedberg feierlich eingesungen. Zwischen 500 bis 600 Besucher konnten in den zurückliegenden Jahren stets bei dem einstündigen Treffen am späten Nachmittag unter freiem Himmel gezählt werden. Das traditionelle Weihnachts-Einsingen steht vor dem Aus: Wilfried Vennen hofft aber immer noch, dass sich Helfer und Mitwirkende für die Feierstunde am 24. Dezember melden.

Jetzt steht hinter der 27. Auflage ein dickes Fragezeichen. "Ob wir Heiligabend an der Tradition festhalten können, wird sich noch zeigen", erklärte Wilfried Vennen am Mittwoch auf Anfrage der NGZ. Überzeugt ist der engagierte Gastwirt noch nicht, allerdings weiß er auch: "Wenn wir dieses Jahr die Helfer und Akteure nicht mehr motivieren können, wird das Weihnachts-Einsingen auf dem historischen Markt der Vergangenheit angehören."

Für den beschaulichen Rahmen wollen Birgit und Wilfried Vennen auch in diesem Jahr wieder sorgen. "Der fünf Meter hohe Tannenbaum ist schon ausgesucht und bestellt. Der Aufstelltermin ist auch schon fix." Allerdings kann Wilfried Vennen das Programm zwischen Kindermesse und Christmette nicht allein gestalten. Bislang standen ihm immer einzelne Sänger aus dem MGV "Cäcilia" aktiv zur Seite.

"Wir sind ein vierstimmiger Chor, uns fehlt eine komplette Stimme", erklärt Vennen die Situation. Zudem hat ihm jetzt auch der Kids-Club des Heimatvereins seine Unterstützung aufgekündigt: "Die Eltern möchten nicht mehr, dass ihre Kinder auftreten. Sie bräuchten Ruhe, um sich auf die Christmette und die Bescherung zu konzentrieren."

Aus der Stimme von Wilfried Vennen klingt Enttäuschung. Mit den einzelnen Blasmusikern aus dem Umkreis, die mit zum Charme der Veranstaltung beitragen, kommt er als Organisator nicht hin. Jetzt hofft er, dass sich Kinder melden, die etwas vortragen oder vorlesen möchten: "Vielleicht melden sich ja noch ehrenamtliche Helfer, die auch zum Gelingen dieser besonderen Feierstunde beitragen wollen."

Wilfried Vennen (0 21 66 / 8 15 18) setzt zurzeit gewaltige Energien frei. Aber er zeigt sich auch konsequent: "Die Entscheidung fällt Anfang Dezember." (-wi)

(NGZ)