Galopp : Weber sattelt acht Pferde

Gleich im ersten Rennen ist die Neusser Trainerin morgen auf der Galopprennbahn am Hessentor dreifach vertreten. Ihre Hoffnungen ruhen vor allem auf der Stute Seduisant. Steffi Hofer ist in sieben der neun Rennen im Einsatz.

Langeweile wird für die in Neuss tätige Trainerin Marion Weber morgen bei den neun Rennen ab 14 Uhr auf der Neusser Galopprennbahn nicht aufkommen. Sie sattelt insgesamt acht Pferde. Selbst Szenegrößen wie Champion Christian von der Recke und Mario Hofer mit 100 Pferden im Stall in Krefeld haben morgen nicht so viele Starter wie die früher selbst im Rennsattel aktive junge Frau. Die Herren von der Recke und Hofer lassen morgen ohnehin ihre Pferde satteln, denn sie verfolgen die Neusser Rennen vom zugefrorenen See bei den dort in der Überzahl vertretenen Reichen und Schönen des White-Turf-Meeting in St. Moritz in der Schweiz.

Gleich im ersten Rennen ist der Weber-Stall mit Escapada, Red Cat und Seduisant dreifach vertreten. Das Gewinnen wird trotzdem schwer. Weber hofft vor allem auf die Stute Seduisant: "Sie ist beim letzten Mal miserabel und gegen jede Order von mir geritten worden. Andrasch Starke wird das besser machen." Vor einer Woche in Dortmund saß Alexander Pietsch im Sattel. Auf einen Geldpreis hofft Marion Weber auch im zweiten Rennen mit Siberienne: "Sie hat sehr gut trainiert. Aber beim Rennverlauf muss alles passen. Es darf keine Störungen geben." Im siebten Rennen mit einem Dreierwett-Jackpot von 4461,58 Euro hofft Weber auf den Fuchshengst Chavaldant mit Norman Richter. Das Pferd ihres Sohnes Robin hat noch nie gewonnen und läuft erstmals auf der Sandbahn. Weber: "Ich hoffe, er kommt damit klar." Favorit wird in diesem Rennen mit Sicherheit Angel Danon mit Josef Bojko.

Insgesamt sind 16 Pferde aus den Neusser Ställen in den neun Rennen im Einsatz. Gute Möglichkeiten auf einen Sieg hat Free Wonder aus dem Stall von Simone Bals, der Lebensgefährtin von Trainer Kevin Woodburn. Ein erster und ein zweiter Platz in Neuss sind eine prima Referenz für den morgigen Auftritt. Für das wettende Publikum lockt der Veranstalter im vorletzten Rennen gegen 17.30 Uhr in der "Wettchance des Tages" mit einer Garantieauszahlung von 20 000 Euro. Hier kann man bei den Dispositionen schon einmal Inter Mondo streichen, es verbleiben damit nur noch 13 Pferde. Das große Geld gibt es nur mit krassen Außenseitern auf einem der vier ersten Plätze. Garanten dafür wären die formschwachen Starter Input, Suriano, Seplak und Shadow Hill. Schon die Suche nach einem Bankpferd (sicher auf Platz eins bis vier) gestaltet sich schwierig, wenn man sich nicht für Free Wonder entscheidet.

Meistbeschäftigte Reiterin ist die letztjährige Azubi-Championesse Steffi Hofer, die in sieben der neun Rennen im Einsatz ist. Die mit elf Siegen in der Jockey-Hitliste führende Sabrina Wandt hat vier Auftritte.

(NGZ)