Drei Siege für die Volleyball-Kreisvertreter: Warum bloß ist nur ein Mal im Jahr Karneval?

Drei Siege für die Volleyball-Kreisvertreter : Warum bloß ist nur ein Mal im Jahr Karneval?

Besser hätte die karnevalistische Ausbeute für die drei höherklassigen Volleyball-Kreisvertretr kaum ausfallen können: drei Spiele, drei Siege, eine Mannschaft plötzlich mitten drin im Aufstiegsrennen zur Damen-Regionalliga und zwei weitere mit wichtigen Punktgewinnen im Kampf um den Klassenerhalt in der Verbandsliga.

Während in der Damen-Oberliga die Sorgen um den Klassenerhalt beim TSV Bayer Dormagen immer größer werden, zählt Liga-Konkurrent DJK Rheinkraft nach dem 3:2-Sieg (-16, -15, 24, 22, 14) beim souveränen Tabellenführer SV RW Röttgen nun als Tabellenvierter zu den allerersten Aufstiegsanwärtern. Der Grund: Weil Röttgen erklärtermaßen nicht aufsteigen möchte und die zweitplatzierte Zweitvertretung der Aachener Alemannia nicht in die Regionalliga aufstiegen darf, da dort schon ihre Erstvertretung spielt, wird diesmal wohl Platz drei zum direkten Aufstieg in die dritthöchste deutsche Spielklasse reichen.

Und für den gibt es derzeit drei punktgleiche Bewerber: neben der DJK Rheinkraft die SGN Essen und den Oberaußemer VV. Die beiden Letztgenannten haben wohl das schwerere Restprogramm, jedenfalls steht ein spannendes Aufstiegsrennen noch bevor. In Röttgen sah es für die Neusserinnen zunächst gar nicht gut aus. "Eine Stunde Anfahrt, dann die ersten beiden Sätze blitzefix verloren - das schien kein schöner Abend zu werden", berichtete DJK-Coach Andreas Mehren.

Doch dann wendete sich das Blatt, die Rheinkraft gewann zwar den dritten Durchgang etwas glücklich mit 26:24, spielte aber in allen Bereichen und besonders im Außenangriff mit Alexandra Krupp, Alexandra Kubitza und Heike Sorgatz-Lensing stärker auf. "Und auch als Röttgen im Tie-Break bei 14:13 einen Matchball hatte, haben wir weiterhin mit großem Risiko gespielt, keine Angst gezeigt", berichtete Mehren. "Und deshalb haben wir am Ende auch verdient gewonnen."

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Zwei Spieltage vor Saisonende gab der TSV Bayer Dormagen II in der Verbandsliga die Rote Laterne ab: Der 3:2-Sieg (20, -22, -34, 10, 11) beim Tabellenzweiten TVG Steele II stellt für die Chemiestädter einen wichtigen Erfolg im Abstiegskampf dar. Überragend in den beiden letzten Sätzen, die jeweils recht sicher gewonnen wurden, spielte dabei Ingo Kyrinnis. "Im dritten Satz bin ich recht alt geworden", erzählte TSV-Trainer Helmut Weissenbach, der beim 34:36 miterlebte, wie seine Mannschaft zahlreiche Satzbälle nicht verwertete. "Danach habe ich gedacht, jetzt ist die Moral gebrochen." Doch erstens kommt es anders......

Die Erfahrung machte auch die junge Drittvertretung von VV Human Essen, die in Grevenbroich glatt mit 0:3 (22, 20, 20) verlor. Damit landete der VSC Grevenbroich einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf und verbesserte gleich ein wenig sein schlechtes Satzverhältnis. "Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann wir das letzte Mal 3:0 gewonnen haben", schmunzelte VSC-Akteur Ralf derichs, der nach seiner Knieoperation noch ein letztes Mal zuschauen musste.

"In zwei Wochen gegen Hamborn will ich wieder dabei sein." Den Schlossstädtern glückte bei ihrem siebten Saisonsieg die Revanche für das sang- und klanglos verlorene Hinspiel, dabei bot das Team um Spielertrainer Roland Brüss eine gute Leistung, allerdings mit kleinen Durchhängern in jedem Satz. Gute Noten verdiente sich besonders Christian Wedereit. In einem weiteren Kellerduell setzte sich gestern SF Hamborn mit 3:2 gegen den Ohligser TV durch. Ralf Angenendt

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