Jüchen : Warten auf Umkleiden-Bau

Der VfB Hochneukirch und die Gemeinde Jüchen haben noch keinen Vertrag unterzeichnet, um neue Umkleiden bauen zu können. Der Verein will einige Arbeiten selbst ausführen, aber das Projekt reduzieren.

Im Frühjahr 2011 sollten an der Peter-Busch-Straße erneut die Bagger anrücken — für neue Umkleiden und ein neues Vereinsheim der Fußballer. Wie das Gebäude aussehen soll, das wird aktuell zwischen einem Generalunternehmer und dem VfB Hochneukirch verhandelt. Dessen Vorsitzender Jürgen Stracks sieht allerdings noch Änderungsbedarf: "Wir als Verein wollen Eigenleistung erbringen. Aber: So wie das Projekt dimensioniert war, ist es für uns zu groß. Es muss abgespeckt werden." Vor den Feiertagen habe er noch kein neues Konzept erhalten.

Bei der Gemeindeverwaltung wartet man jetzt auf die Unterschrift der Vereinsvertreter unter den Vertrag: "Voraussetzung für die Realisierung des Neubaus ist weiterhin, dass der VfB Hochneukirch die Vereinbarung unterzeichnet", betont Gemeindesprecher Norbert Wolf. In dem Vertrag solle etwa festgehalten werden, welche Eigenleistungen die Fußballer erbringen werden. Warum sie mitanpacken sollen: Die Gemeinde kann sich nur mit einem Zuschuss beteiligen. Erste Pläne für das Projekt gingen von Kosten in Höhe von 405 000 Euro aus. Davon sollte der VfB 75 000 Euro übernehmen.

Was der Verein im Sommer zunächst plante: Zeitgleich sollte auch das Vereinsheim errichtet werden, indem das 300 Quadratmeter große Gebäude für die Umkleiden um eine weitere Etage aufgestockt wird. Doch die Erkenntnis nach dem ersten Entwurf des beauftragten Architekten Markus Fischer hieß: zu teuer. Aktuell laufen noch Gespräche über ein neues, kleineres Konzept. Über ein Ergebnis wollte sich Kassiererin Gerda Kühner gestern nicht öffentlich äußern: "Mein Kommentar ist: ,Kein Kommentar'".

Im April 2010 war die neue Sportanlage mit Kunstrasen und Flutlicht fertig geworden. Diese Investition — rund 1,5 Millionen Euro — will die Gemeinde aus dem Verkauf des Geländes am alten Sportplatz finanzieren: Dort sollen Häuser entstehen.

Seit Ende 2009, so die Auskunft der Verwaltung, liegt die Baugenehmigung für die Umkleiden vor. Das Ziel damals: Im Frühjahr 2011 sollte mit dem Bau begonnen werden. Doch bisher wechseln die Sportler noch in den Kabinen des Hallenbads die Trikots — rund 500 Meter entfernt vom neuen Kunstrasenplatz.

Bereits beim Bau des Kunstrasenplatzes waren Vereinsmitglieder aktiv und hatten etwa den Parkplatz gepflastert. Das Problem damals: Nach der ersten Euphorie bröckelte die Helferfront, nur 15 Aktive blieben. Für das aktuelle Projekt müssten aber rund 50 Mitglieder zu Schaufel und Pinsel greifen.

(NGZ)