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Leichtathletik: Walther: "Werden Schweigeminute einlegen"

Leichtathletik : Walther: "Werden Schweigeminute einlegen"

Der Anschlag beim Boston-Marathon hat Hans-Peter Walther geschockt. Folgen für den City-Lauf sieht er aber keine.

Korschenbroich Die Bombenanschläge im Zielbereich des Boston-Marathons, bei denen am Montagnachmittag drei Menschen ums Leben gekommen und über einhundert verletzt worden waren, haben weltweit Entsetzen hervorgerufen – auch und vor allem in der Läuferszene. Auch bei den Ausrichtern von sportlichen Großveranstaltungen haben die Ereignisse für Nachdenklichkeit gesorgt. Die NGZ sprach darüber mit Hans-Peter Walther, langjähriger Organisationschef des 25. Internationalen Korschenbroicher City-Laufs, zu dem am Sonntag 4000 Teilnehmer und mindestens 15 000 Zuschauer erwartet werden.

Herr Walther, werden Sie mit Blick auf den City-Lauf am Sonntag Konsequenzen aus den Ereignissen beim Boston-Marathon ziehen?

Hans-Peter Walther Erst einmal muss ich sagen, ich bin schockiert und entsetzt über das, was in Boston passiert ist. Dass der Terror offensichtlich jetzt auch den Sport heimsucht, hat mich zunächst sprachlos gemacht. Mit Blick auf unsere Veranstaltung am Sonntag möchte ich das Thema allerdings nicht zu hoch aufhängen: Zwischen einer Metropole wie Boston und einem Großereignis wie dem dortigen Marathon und der eher ländlichen Szene bei uns in Korschenbroich besteht doch ein gewaltiger Unterschied. Ich hoffe, nein ich denke, dass wir direkt nicht betroffen sein werden.

Ein Sicherheitskonzept für den City-Lauf müssen Sie ja ohnehin haben.

Walther Wir müssen nicht. Wir bewegen uns in einer Größenordnung, in der das noch nicht zwingend vorgeschrieben ist. Aber trotzdem haben wir in enger Abstimmung mit Polizei, Feuerwehr und den Rettungsdiensten ein Sicherheitskonzept erstellt, um auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein.

Werden Sie auf die schrecklichen Ereignisse reagieren?

Walther Ich kann mir gut vorstellen, dass wir während des City-Laufs eine Schweigeminute einlegen, um der Opfer des Anschlags zu gedenken. Über den genauen Zeitpunkt müssen wir uns noch Gedanken machen.

(NGZ)