Korschenbroich : Wald-Kita muss fusionieren

Der Waldkindergarten ist nicht mehr eigenständig: Er gehört jetzt zum Städtischen Familienzentrum Am Sportplatz. Die Fusion war nötig, um für die Kinder der Waldgruppe eine Nachmittagsbetreuung zu garantieren.

Nach dem jetzt neu gestarteten Kindergartenjahr kommen neue Aufgaben auf das Städtische Familienzentrum Am Sportplatz zu. Der Waldkindergarten wird zur Waldgruppe und bildet nun mit dem Familienzentrum seit Monatsbeginn eine Gemeinschaft. Zu dem Korschenbroicher Familienzentrum gehören neben den anderen Gruppen offiziell nun auch die "Schleichenden Füchse". Die neue Waldgruppe setzt sich aus den ehemaligen Kindern des Waldkindergartens zusammen und verbringt, wie vorher auch, am Vormittag die Zeit im Hoppbruch.

"Die Möglichkeit, die beiden Kindergärten zusammenzulegen, war schon länger da, aber die Nachfrage war noch nie so stark wie in der jüngsten Zeit", gibt Petra Uhlmann (56), Sachgebietsleiterin für Kinder-tageseinrichtungen bei der Stadt, als Grund für die jetzige Vereinigung an. Die Fusion der zwei Kitas bietet berufstätigen Elternpaaren einen Vorteil, da auch für die Jungen und Mädchen vom ehemaligen Waldkindergarten gewährleistet ist, dass sie nun auch bis in die Nachmittagsstunden betreut werden. "Wir haben seit der Zusammenlegung schon acht neue Anmeldungen für die Waldgruppe", betont Elisabeth Küppers-Ullrich, Leiterin des Familienzentrums.

Die Vertrautheit zwischen den Kindern des Familienzentrums und denen des ehemaligen Waldkindergartens erleichterte die Zusammenlegung: Denn schon vor der Fusion hatten beide Einrichtungen viel miteinander zu tun. Trotzdem werden die Erzieher für die Waldgruppe und die der anderen Gruppen vorerst die gleichen bleiben, damit die Kids ihre vertrauten Bezugspersonen behalten. Zusätzlich wird die Blockhütte auf dem Sportplatz auch künftig genutzt, um dort Jacken, Gummistiefel oder Werkzeug zu deponieren.

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Die Umorganisation ist für die Kinder der Waldgruppe nicht wesentlich. Ihnen sind das Spiel und die Beschäftigung im Freien wichtig. Und so tollen die Kinder der neuen Waldgruppe "Schleichende Füchse" vollkommen zufrieden durch das Gehölz im Hoppbruch, sammeln Äste, riechen an Pflanzen und suchen Blätter. Der morgendliche Spaziergang durch den Wald führt die "Füchse" immer zu ihren "Rast"-Platz, an dem sie – unter der Aufsicht zweier Erzieherinnen – ihrer Phantasie freien Lauf lassen können. Ihnen werden verschiedene Werkzeuge zur Verfügung gestellt: Die Kids können mit dem Vogelschutzbund Vogelhäuser bauen, mit Stroh und Stöcken einen Stall für ihre "Pferde" errichten oder sie lernen die Tiere des Waldes kennen. Das einzig Neue für die Kinder der Waldgruppe werden die Nachmittage im Familienzentrum sein, aber Elisabeth Küppers-Ullrich ist überzeugt, dass sich die Kinder schnell daran gewöhnen werden: "Kinder sind da sehr flexibel."

(NGZ)
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