Vorschau Bezirksliga Niederrhein Gruppe 1 18/19

Fußball : SV Uedesheim will unter die ersten Fünf

Die sechs Vertreter des Rhein-Kreises starten am Wochenende in die Bezirksligasaison. Neue Trainer in Grevenbroich und Gnadental. Kaarst und Dormagen hadern mit der Vorbereitung. Delhoven neu in der Liga.

Vor dem Start in die neue Saison sind sich die Trainerkollegen der Kreisvertreter in Gruppe 1 der Bezirksliga weitgehend einig: Eine gelungene Vorbereitung sieht anders aus. Die Erwartungen an die eigenen Mannschaften fallen hingegen unterschiedlich aus.

SV Uedesheim mit Ambitionen „Unter die ersten Fünf!“, gibt Klaus Haas, unmissverständlich die Richtung vor. Dieser Anspruch ergibt sich dem Vorsitzenden des SV Uedesheim aus dem Resultat der abgelaufenen Saison, die der SVÜ auf Rang sechs der Tabelle beendete, und dem festen Vorhaben, in dieser Saison nicht wieder den Start zu verschlafen. Dieses ambitionierte Ziel wollen die Grün-Weißen nicht mit namhaften Verstärkungen von außerhalb angehen, sondern sie setzten im Sommer darauf, den eingespielten Kader zusammenzuhalten und Spieler aus dem eigenen Nachwuchs einzubauen. In Kevin Dyla (Jüchen) verließ lediglich ein Spieler den Norfer Weg, aus Opladen wechselte Gürkan Kancura zum SVÜ und aus dem Nachwuchs rücken Defensivspieler Leon Borkowski und Torwart Ahmed Terki auf.

TSV Bayer Dormagen mit Vorsicht Frank Lambertz dürfte die vergangenen Wochen nicht in bester Erinnerung behalten. Da von seinen 22 Spielern nur zwei nicht im Urlaub waren, blieb dem Bayer-Coach im Gespräch „der Sinn von Testspielen fraglich“. Personell verließen in Volker Helm, Arthur Rothkegel und Sven Sistig gleich drei Spieler den Verein in Richtung Stürzelberg. Viel Erfahrung, die es auszugleichen galt, doch am Höhenberg entschied man sich anders. In Besfort Osaj (Nievenheimer U19), Nico Forsthoff und Oliver Brehmer (beide U19 des SV Rosellen) wechselten durchweg junge Spieler nach Dormagen. Besonders Brehmer wusste, laut Lambertz, schon „positiv zu überraschen“ und so sieht Dormagens Trainer sein Team ausreichend gerüstet.
SG Kaarst mit Erfahrung Auch bei der SG Kaarst zeigt sich Trainer Yasar Kurt wenig angetan vom Verlauf der Vorbereitung. „Durchwachsen“, so Kurt, seien die letzten Wochen verlaufen. Nach den Testspielen sieht man sich bei der SG noch im Unklaren über den wahren Leistungsstand der Mannschaft, und das in einer Gruppe, die der Kaarster Trainer als „ausgeglichen, interessant und spielstärker als letztes Jahr“ einschätzt. Bei den Kaarster Neuzugängen fallen Nico Rittmann und der reaktivierte Heinrich Fafenrot auf. Die beiden 36-jährigen wollen es offenbar nochmal wissen und vervollständigen mit Tobias Schriddels (SV Rosellen), Henry Nnamani (SSV Strümp) und Nils Reck (Bedurdyck/Gierath) die Liste der Verstärkungen. Bei nur zwei Abgängen darf man sich auf eine eingespielte und erfahrene Truppe der Kaarster einstellen.

TuS Grevenbroich mit Mut Im Schlossstadion hat seit Saisonbeginn mit Michael Ende ein neuer Cheftrainer das sportliche Sagen. Nach zuletzt zwei Jahren beim BV Wevelinghoven kehrt er nun zu seinem Heimatverein zurück und hat sich viel vorgenommen. So soll sein Team „die Passivität in den Köpfen und Beinen ablegen“, erklärt Ende. Dass er bei einer Umstellung der Spielweise Geduld mit seinem Team mitbringen müsse, sei ebenso selbstverständlich wie das Ziel, so häufig wie möglich positiv zu überraschen. Beitragen sollen dazu eine Reihe von Neuzugängen. Niklas Fischel (Bedburdyck) kommt mit der Empfehlung von 19 Toren zum TuS und Tim Ritter (RW Elfgen) und Tim Hintzen wechseln zwei talentierte junge Spieler hinzu.

DJK Gnadental mit neuen Gesichtern Nach vier Jahren endete das Kapitel von Jörg Ferber als Trainer bei der DJK. Carlos Perez (zuletzt Bayer Dormagen) heißt nun der neue Trainer in Gnadental, den es nach einem Jahr Pause wieder an die Seitenlinie zog. Ihm folgen eine Reihe neuer Spieler an den Nixhütter Weg. Vom VfL Jüchen/Garzweiler schließen sich Emre Ot und Konstantinos Gkaroudis dem Team an, vom VfR Neuss kommen Selcuk und Senol Eren und in Daniel Gohr reaktivierte man einen langjährigen Gnadentaler Abwehrmann. Interessantester Neuzugang dürfte der 31-jährige Markus Rychling sein, der vor seinem Kreuzbandriss zwölf Tore in 52 Oberligaspielen für TuRu Düsseldorf erzielte.

FC Delhoven arbeitet gegen den Trend Beim FC Delhoven gilt es, nach dem erneuten Bezirksligaaufstieg den dritten unmittelbaren Abstieg zu vermeiden. Mit dem Abgang von Meikel Kupper nach Rommerskirchen fehlt dem FC in Zukunft der mit 27 Torbeteiligungen offensivstärkste Spieler der Aufstiegssaison. Dessen Abgang sollen zusammen mit Torjäger Felix Frason (18 Tore) die Neuzugänge Kevin Schmidt (VdS Nievenheim) und Kevin Koplowitz (SSV Delrath) ausgleichen. Im Tor verstärkt Kevin Müller (TuS Hackenbroich) das Team von Coach Dennis Kessel.

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