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Korschenbroich: Vorfreude aufs Jubiläums-Fest

Korschenbroich : Vorfreude aufs Jubiläums-Fest

Der Countdown läuft: Karl-Josef und Erika Kluth fiebern dem Glehner Schützenfest entgegen. Zugleich verweist das Königspaar jedoch auch auf schwarze Stunden ihres Regierungsjahrs – wie den Tod von Präsident Udo Brockers.

Der Countdown läuft: Karl-Josef und Erika Kluth fiebern dem Glehner Schützenfest entgegen. Zugleich verweist das Königspaar jedoch auch auf schwarze Stunden ihres Regierungsjahrs — wie den Tod von Präsident Udo Brockers.

Die letzten Gäste verließen erst weit nach Sonnenaufgang den Neu-Schanzerhof: Mit dem Königsehrenabend und dem anschließenden Empfang in der Residenz hat für Karl-Josef und Erika Kluth endgültig der Countdown für das Jubiläums-Schützenfest des inzwischen 125 Jahre alten Schützenvereins Glehn begonnen.

Dass Karl-Josef und Erika Kluth überhaupt Königspaar geworden sind, hat viel mit dem im Juni verstorbenen Präsidenten Udo Brockers zu tun: Ihn wollte Karl-Josef Kluth (59) im vergangenen Jahr nicht im Regen stehen lassen, als dieser ausgerechnet für das Jubiläum händeringend einen König suchte. "Wir sahen uns auch in einer Bringschuld", erinnert sich der Schützenkönig an die eher kurze Diskussion innerhalb des Jägerzugs "Freischütz 69".

Der hatte noch nie den Glehner König gestellt, sah sich nun in der Verantwortung und stimmte rasch zu, als Karl-Josef Kluth von seinem Entschluss berichtete, in die Bresche zu springen. Erika Kluth (59) hatte zwar zunächst Bedenken. Karl-Josef Kluth und Udo Brockers leisteten bei der Königin jedoch Überzeugungsarbeit. Von den anfänglichen Bedenken ist inzwischen nichts mehr zu merken. "Man wird richtig getragen", schwärmt sie von den Sympathiebekundungen, die ihr und ihrem Mann bei Veranstaltungen und Feiern entgegen gebracht wurden, bei denen sie den Schützenverein repräsentierten.

Karl-Josef Kluth hat "die Herzlichkeit der Leute" ebenfalls beeindruckt. Auch wenn er als "Ur-Glehner" vor Ort nun wirklich gut Bescheid weiß, "haben wir alle noch viel mehr über die Leute und die Verbindungen untereinander gelernt", sagt der Schützenkönig. Das "Wir" umfasst nicht allein die beiden Ministerpaare Wilhelm und Renate Lenders sowie Ulrich und Monika Reipen. Viele Termine hat der Jägerzug "Freischütz 69" komplett wahrgenommen. Zu den ganz wichtigen reisten sogar Hans-Hugo Wilms und Stefan Knecht an, die in der Schweiz beziehungsweise an der Schweizer Grenze leben. Das Schützenfest wird da natürlich keine Ausnahme bilden.

Eine an manchen Königshöfen heikle Frage haben Karl-Josef und Erika Kluth sowie die beiden Ministerpaare "demokratisch-elegant" gelöst: Beim Kauf der Anzüge waren natürlich die Frauen dabei, wobei längere Diskussionen vermieden werden konnten. "Wir haben uns den Frauen sofort gefügt — okay, wir nehmen den schwarzen", sagt Karl-Josef Kluth. Auch umgekehrt ging es alles andere als strapaziös ab: "Als wir die Kleider grob ausgesucht hatten, haben wir die Männer mitgenommen", erzählt Erika Kluth. Sie mussten nur noch zustimmen.

(NGZ/rl)