Lokalsport: Vor dem "Endspiel" ist noch vieles unklar

Lokalsport : Vor dem "Endspiel" ist noch vieles unklar

Welche Fußballklubs in der kommenden Saison in der Kreisliga A spielen, entscheidet sich erst nach dem letzten Spieltag. Die SG Kaarst wird auf jeden Fall dabei sein, egal, wie das "Abstiegsfinale" am Sonntag gegen Nievenheim endet.

Der letzte Spieltag in der Fußball-Kreisliga A steht an. Wir erklären, was alles passieren kann. Zudem steht bei der SG Kaarst ein großer Umbruch an.

Das Auf- und Abstiegs-Wirrwarr. Um die Reglung in den Kreisligen überhaupt zu verstehen, braucht man mittlerweile fast einen Doktortitel, denn vor dem letzten Spieltag steht noch lange nicht fest, wer denn in der nächsten Saison überhaupt in welcher Liga spielt - und auch nach dem Sonntag werden einige Fragen noch offen bleiben. Fest steht heute nur, dass die SG Kaarst mit einem Team in der Kreisliga A bleibt - egal, ob die zweite Mannschaft den Klassenverbleib am Sonntag schafft. Dies liegt daran, dass die Drittvertretung der SG den Meistertitel in der Kreisliga B, Gruppe zwei schon sicher hat. Sollte die Kaarster "Zweite" allerdings Nievenheim II am Sonntag besiegen und in der Liga bleiben, würde sich für die B-Ligisten einiges ändern. Anstatt Kaarst III stände die DJK Hoisten als direkter Aufsteiger fest. Dafür würde dann Weckhoven auf den Relegationsplatz nachrücken und Stand jetzt gegen den Zweiten der Gruppe eins - wohl der SV Bedburdyck/Gierath II - um den Aufstieg spielen.

Doch ob es überhaupt drei Aufsteiger geben wird, entscheidet sich vielleicht erst nach dem letzten Spieltag. Aktuell stehen mit dem FC Zons und dem TuS Grevenbroich zwei Teams in der Bezirksliga auf einem Relegationsplatz. Zons kann diesen nicht mehr verlassen, Grevenbroich könnte theoretisch noch auf einen Nicht-Abstiegsplatz springen. Verlieren beide Vereine in der Relegation, würden lediglich zwei Mannschaften aus der Kreisliga B aufsteigen. Gewinnen beide, braucht es in der B-Liga keine Relegation, denn dann würden automatisch vier Teams aufsteigen.

Umbruch bei der SG Kaarst. "Stillstand ist Rückschritt. Wir haben die Probleme erkannt und müssen reagieren", sagt Reinhard Heich, Vorsitzender der Abteilung Fußball bei der SG Kaarst. Die SG steht vor einem großen Umbruch. Aus der niedrigen Trainingsbeteiligung und den Problemen, überhaupt genug Spieler für die Partien zusammenzubekommen zieht Heich die Konsequenzen. Zur kommenden Saison wird die SG Kaarst nur noch drei Mannschaften melden, die "Vierte" wird aufgelöst. "Mit der Einstellung der Spieler kann man schlecht leben. Sie kommen ihren Pflichten nicht nach", erklärt Heich. Aus dem jetzigen Personalstamm werden die drei Teams zusammengesetzt. Heich hofft, dass sich durch die größeren Kader die Probleme der vergangenen Saison auflösen. Nach Dennis Zellmann, den Heich persönlich gerne gehalten hätte, hört nun auch Heinrich Fafenrot als Trainer der SG II auf. In der nächsten Saison übernimmt dann Gregor Hermann, der bislang als Co-Trainer bei Rhenania Hochdahl Düsseldorf tätig war. Die dritte Mannschaft übernimmt Stefan van den Bongardt, der bislang Trainer der Viertvertretung war. Das Entscheidungsspiel. Am Sonntag geht es für die Reserve der SG Kaarst gegen den VdS Nievenheim II dann erst einmal darum, noch selber die Klasse zu halten. "Wir werden alles investieren, um die Misere gerade zu biegen", versichert SG-Coach Heinrich Fafenrot, obwohl Kaarst schon sicher mit einem Team in der "LigA" ist. Für Kevin Woike und Andre Speer ist es das letzte Spiel im SG-Trikot - die beiden Leistungsträger kehren Kaarst den Rücken und wechseln zur Novesia.

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Glehns Minimalchance. Mit dem Remis gegen die Sportfreunde Vorst am vergangenen Spieltag (1:1) hat der SV Glehn seine Chance auf den Klassenerhalt so gut wie verspielt. Der SV braucht am Sonntag schon ein kleines Wunder, um den Abstieg in die Kreisliga B zu verhindern. Trainer Markus Drillges sagte schon am Sonntag: "Wir müssen sehen, was der Fußballgott für uns bereithält." Beim Meister FC Delhoven braucht Glehn einen Sieg, um die Chance noch zu wahren. Allerdings müssen Kaarst und Nievenheim gleichzeitig auch noch Remis spielen. Ein bisschen Hoffnung kann Glehn die Bilanz der letzten Jahre machen. Drei Mal schaffte der SV so gerade noch den Sprung ans rettende Ufer.

(fes)